Katholische Pfarrei
St.Georg

Abschied von Kaplan und Kantor


ads abschied2Amberg. (ads) Festlich fiel die Abendmesse in der gut besetzten Pfarrkirche St. Georg mit Fahnenabordnungen und musikalischer Gestaltung durch die Chorgemeinschaft und den Familienchor unter der Leitung von Kantor Michael Wurm aus gutem Grund aus: Die beiden K’s - Kaplan Christian Kalis und Kantor Michael Wurm - verabschiedeten sich nach ihrem mehrjährigen Dienst von der Pfarr familie St. Georg. Kaplan Christian Kalis, der mit Dekan Markus Brunner und Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Erwin Strempel die Abendmesse zelebrierte, machte eingangs darauf aufmerksam, dass Jesus nach dem Evangelium nicht „immobil“, sondern „mobil“ durch das Land gezogen sei.

ads abschied1 „Nehmen wir uns Jesus zum Vorbild, dann versteht man, warum der Umzug nach Straubing und der Abschied von St. Georg, so schwer er fällt, für mich doch auch etwas ganz Selbstverständliches ist. Ich folge Jesus nachund weiß mich an jedem Ort von ihm begleitet und umsorgt“, machte der scheidende Kaplan bewusst. Er blickte zurück an seine Anfänge in St. Georg und erinnerte sich, dass es vor zwei Jahren nicht einfach gewesen sei, in einer so großen und aktiven Pfarrei wie St. Georg als Anfänger Fuß zu fassen und dem eiligen Schritt folgen zu können: Pfarrgemeinde, Pfarrfamilie – das sei ja immer auch ein Geflecht von gewachsenen und natürlichen Verbindungen, die man als Außenstehender nur sehr schwer überblicken, ja durchblicken könne. Viele Erwartungen werden nach seinen Aussagen an einen gestellt, es werden Vergleiche angestellt, man möchte eigene Erfahrungen, Vorstellungen und Ideen einbringen, die mit Traditionen oft erst unter einen Hut gebracht werden müssten, berichtete Kalis auch im Namen des Kirchenmusikers Michael Wurm. „Eine Liste mit über 200 Ehrenamtlichen hat mir Pfarrer Brunner beim Dienstantritt im September 2011 übergeben, was ja schon bemerkenswert ist, aber hinzu kamen 94 Schüler an zwei Schulen und in fünf Klassen und weit über 100 Ministranten“, ließ der Geistliche wissen und fragte: „ Können Sie sich vorstellen, was das für ein Berg ist, vor den man da von einem Tag auf den anderen geworfen wird?“ Er bat die Georgianer daran zu denken, wenn im September Kaplan Aigner hier den Dienst in der Seelsorge neu beginnt. Er versicherte: „Die Zeit zum Gebet wie Jesus es vorgelebt hat und daraus Kraft wie das’tägliche Brot, das wir brauchen’ zu schöpfen, ist wirklich knapp, sodass die Pfarrfamilie weiterhin mit ausgleichen muss“. Kalis erinnerte sich noch, dass ihm für die vielen Tore und Türen im Pfarrhaus und –zentrum der Pfarrer beim Einzug drei Schlüssel überreicht hätte und betonte: „Ich glaube, für die Herzen der Gläubigen von Sankt Georg reicht ein einziger Schlüssel, nämlich der zentrale Satz im zweiten Teil des heutigen Evangeliums, der natürlich auf das Gebet an den Vater bezogen ist: ‚Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet’“. An einer Reihe von Beispielen zeigte Kalis auf, wie seinen Bitten in St. Georg nachgekommen worden sei. Dahingehend folgte sein Dank an alle, die ihn unterstützt hätten, vor allem der Pfarrgemeinderat unter Leitung von Christian Beck, der Kirchenverwaltung mit den Kirchenpflegern Rudolf Maier und jetzt Hans Paulus, Kirchenmusiker Michael Wurm, den Mesnern Ferstl und Halmich, Gemeindeassistentin Franziska Hausner, Pfarrer Erwin Strempel und Diakon Anton Fütterer, Praktikanten Franz Becher und Thomas Kraus wie Pfarrhaushälterin Beate Huber. An Pfarrer Markus Brunner ging das letzte Dankeswort: „Du warst mir nicht nur Dienstvorgesetzter, du warst mir wirklich auch Mitbruder, Ratgeber und vielfaches Vorbild“.

ads abschied3Viele Gläubige folgten der Einladung von Pfarrer Brunner in den Pfarrsaal zur weltlichen Verabschiedung von Kaplan und Kirchenmusiker. Dem gemeinsamen Abendessen im Pfarrsaal folgte die Begrüßung und Abschiedsworte von Pfarrgemeinderatssprecher Christian Beck, der den Weggang beider K's - Kaplan und Kantor- nach dieser nur kurzen Zeit rund zwei Jahren zwar bedau erte, aber auch meinte: „Wenn es am Schönsten ist, sollte man ja bekanntlich aufhören“. Er dank te Beiden für ihre offene und freundlich Art, sodass in der Zusammenarbeit viel Vertrauen und ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut werden konnte. Dekan Markus Brunner packte in seiner Abschiedsrede je zwei Koffer, einen mit schönen Erinnerungen und guten Erfahrungen, den Kaplan und Kantor mitbekamen, einen anderen, den er in der Pfarrei stehen ließ für ein Wiedersehen, zu dem er die Beiden einlud. Mit einem Hinweis auf die Messe fielen die Abschiedsworte von Christian Kalis kurz aus. Der Abschied von Kantor Michael Wurm folgte. (Wir berichten.) Die großartige musikalische Gestaltung des Abschiedsabends mit dem Familienchor, Chorgemeinschaft und der Miniband trugen die Handschrift des Kantors. Die Georginaner ließen ihren Kaplan und ihren Kantor auch nicht mit leeren Händen ziehen und so hatten sich die Gruppierungen der Pfarrei liebenswerte wie originelle Präsente einfallen lassen. Amberg. (ads) Neben Kaplan Christian Kalis nahm auch Kantor Michael Wurm Abschied von der Pfarrei St. Georg. Er erinnerte sich, dass er fast drei Jahre nicht nur in St. Georg verbringen, sondern vieles aktiv mitgestalten und planen durfte. „Ich habe viel gelernt, viel erfahren und habe auch einiges ausprobieren dürfen“, versicherte Wurm. Er erinnerte sich an seine Anfänge in St. Georg im Dezember 2010: Die Pfarrei sei nach fast einem Jahr Vakanz froh gewesen, wieder einen Musiker zu haben. Auch er selbst sei über die Stelle froh gewesen, da er nach dem Studium nur nebenamtlich Erfahrung sammeln konnte. „Zwar munkelten damals schon Vereinzelte, dass er wohl nicht ewig bleiben werde, aber wie und was einmal werden wird, wusste ich damals nicht, denn erstens kommt alles wie es soll und zweitens sind die Wege des Herrn nun einmal unergründlich und teils erst im Nachhinein für einen selbst sehr sinnvoll“, bemerkte der scheidende Kantor. Er meinte, dass er viele Menschen als enge Mitarbeiter in der Pfarrei erleben durfte, engagierte Ehrenamtliche in den Chören wie eine Reihe Instrumentalisten. Ein besonderer Dank ging an die Ministrantenband, mit denen er wichtige Ereignisse verbinde, an die er gerne zurückdenke, wenn er nun Amberg verlassen werde. Blitzlichtartig ließ Wurm die musikalischen Highlights in der Pfarrei St. Georg Revue passieren wie den Besuch des Altbischofs Manfred Müller zum MMC Hauptfest, die Wiedereinweihung der Sebastianskirche mit Bischof Gerhard Ludwig Müller, ein Dreikönigskonzert als erfolgreiches Wagnis mit einer wirklich beeindruckenden Aufführung der Weihnachtsgeschichte von Johann Schelle in einer vollen Kirche, die Gründung des Orgelfördervereins Georgsorgel e.V.. und das „Andere Passionssingen“ im Kongregationssaal, eine feierliche Ostersonntagsmesse 2013 mit der Schubertmesse C-Dur, den wunderbaren Firmgottesdienst mit Dompropst Wilhelm Gegenfurtner, das Pfingstkonzert für den Verein Georgsorgel e.V. und jüngst den Bischofsbesuch von Rudolf Voderholzer. „All dies wäre jedoch nicht möglich gewesen, wenn nicht die vielen Ehrenamtlichen in einer Pfarrei so fleißig wären wie hier in St. Georg“, betonte Michael Wurm und dankte allen Menschen, mit denen er in irgendeiner Weise in einer musikalischen Gruppe oder in einem Gremium zu tun hatte. „Alles, was ich erleben durfte, Gutes wie Schlechtes hat mich reifen lassen. Doch nun geht’s nach fast neun Jahren in Bayern wieder Richtung Heimat ins Sauerland, denn irgendwann muss man sich entscheiden und ich möchte einfach wieder mehr von meiner Familie mitbekommen“, endete Michael Wurm seine Ausführungen.