Katholische Pfarrei
St.Georg

Im Todesfall – christliches Sterben

christlichessterben

In deine Hände befehle ich meinen Geist; denn du hast mich erlöst, du Gott voll Treue. (Psalm 31,6)

Ist jemand gestorben, um den Sie trauern oder dessen Beerdigung Sie vorzubereiten haben, können Sie sich jederzeit an das Pfarramt St. Georg (Tel. 0 96 21 / 49 35 - 0) wenden. Unser Pfarrteam begleitet Sie gern in ihrer Trauer.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Informationen geben, die Ihnen im Sterbefall nützlich sein können:

 

Sterbegebet

Das Sterbegebet ist ein erstes Abschiednehmen von einem nahe stehenden Menschen. Nach dem Sterben können Sie ihn in einer kurzen Andacht im Gebet in Gottes Hand legen. Dies kann entweder unmittelbar nach Eintritt des Todes geschehen oder nach der Versorgung (Ärztliche Untersuchung, Waschen, Ankleiden...) des Toten, wenn Angehörige bei ihm zusammen gekommen sind.
Darüber hinaus können Sie auch im Pfarramt anrufen, damit ein Seelsorger Ihnen beistehen kann und mit Ihnen die Sterbegebete spricht.

 

Trauergespräch

Beim Trauergespräch wird mit dem Pfarrer oder dem Kaplan die Gestaltung des kirchlichen Begräbnisses vorbereitet. Die Angehörigen können ihre Trauer und Not aussprechen. Sie erzählen von der letzten Lebenszeit des/der Toten, von seinem/ihrem Lebensweg, was ihn/sie geprägt hat und was ihm/ihr wichtig war. Dieses Lebensbild leitet die Auswahl der Schrifttexte und das Predigtthema für die kirchlichen Trauerfeierlichkeiten. Weiter werden im Trauergespräch alle Termine für die kirchlichen Feiern und organisatorische Dinge besprochen. In der Regel wird sich der Seelsorger, der die Trauerfeier halten wird, mit Ihnen telefonisch in Verbindung setzen, um den Termin des Trauergesprächs zu vereinbaren.

 

Kirchliches Begräbnis

Das kirchliche Begräbnis teilt sich auf in verschiedene Stationen: Feier in der Kirche, in der Aussegnungshalle und am Grab.

Eucharistiefeier/Requiem oder feierlicher Wortgottesdienst?

Die Feier des Wortes Gottes und der Eucharistie sind die Mitte unseres Glaubens. Im Wortgottesdienst besinnen wir uns auf die biblischen Grundlagen des Glaubens. In der Eucharistie gedenken wir Jesu Christi Tod und Auferstehung, in die unsere Verstorbenen mit hinein genommen sind. Welche Gottesdienstform gewählt werden soll, ist im Trauergespräch zu klären. Sie hängt im Besonderen von der kirchlichen Bindung und der der Praxis des Gottesdienstbesuches von Seiten der Angehörigen ab.


Beerdigung

Mit Gebeten und Gesängen in der Aussegnungshalle geleiten wir als Christen unsere Verstorbenen auf ihrem letzten Weg zur Begräbnisstätte. Der Sarg bzw. die Urne wird mit einem Schriftwort und begleiteten Zeichenhandlungen ins Grab gesenkt. Das In-die-Erde-Betten als endgültiger Abschied vom Toten ist ein bedeutsamer Vorgang, um die Wirklichkeit dieses Abschiedes bewusst wahrzunehmen. Alle Trauergäste nehmen Abschied, indem sie den Sarg mit Weihwasser besprengen und den Angehörigen ihre Anteilnahme aussprechen. Die Beerdigung selbst ist ein wichtiges Element in der Bewältigung der Trauer. Das Begräbnis einer Urne kann auf Wunsch der Angehörigen auch später im engsten Familienkreis stattfinden.


Musikalische Gestaltung der gottesdienstlichen Feiern

Die musikalische Umrahmung der Eucharistiefeier oder des Wortgottesdienstes übernimmt in
der Regel die hauptamtliche Organistin der Pfarrei St. Georg. Nach Wunsch und Absprache können für die Gestaltung des Trauergottesdienstes auch Solisten oder andere musikalische Gruppen hinzugezogen werden. Bei Liedern und Instrumentalstücken wird auf den Wunsch der Hinterbliebenen gern Rücksicht genommen, sofern sie dem Anlass und der liturgischen Feier angemessen sind.