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Katholische Pfarrei
St.Georg


Pfarrei St. Georg gibt Kindergarten Christkönig ans BRK ab

Interview mit Pfr. Brunner und Pfr. Bernd Schindler     

St. Georgs Kirchenpfleger Hans Paulus, BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller, Oberbürgermeister Michael Cerny und Stadtpfarrer Markus Brunner (von links) freuen sich, dass für den Kindergarten Christkönig an der Eglseer Straße eine gute, zukunftsfähige Lösung gefunden wurde.



Der katholische Kindergarten Christkönig bekommt zum 1. Januar 2021 einen neuen Träger: das Rote Kreuz. In einem zweiten Schritt soll die Einrichtung dann ins Drillingsfeld ziehen. Dort nämlich plant das BRK einen Neubau für acht Gruppen.


(san) Mitarbeiter und Elternbeirat haben es am Montag erfahren, die Mamas und Papas der Kindergartenkinder am Freitag per Elternbrief: Das BRK übernimmt vom bisherigen Träger, der katholischen Kirchenstiftung St. Georg, den Kindergarten Christkönig.
Warum diese Lösung eine Win-Win-Win-Situation ist, wie es Kirchenpfleger Hans Paulus bezeichnete, erläuterten er, Pfarrer Markus Brunner, Oberbürgermeister Michael Cerny und BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller bei einem Pressegespräch.
Seit 1923 ist die Pfarrei St. Georg in der Kinderbetreuung tätig, so Pfarrer Brunner. Aktuell sind drei Einrichtungen in ihrer Trägerschaft: Haus der Kinder St. Georg, Kinderhort St. Georg und die Kita Christkönig. Letztere existiert laut Brunner seit 1963 und müsste in den kommenden Jahren aufwendig generalsaniert werden. "Da stünde uns eine weitere Mammutaufgabe bevor", sagte der Geistliche.
Stattdessen hat sich seinen Worten nach eine Chance aufgetan, Christkönig in ein neues Konzept zu integrieren. Denn: Im Drillingsfeld wird eine neue Kinderbetreuungseinrichtung entstehen. Geplant sei zunächst ein zweigruppiger Kindergarten gewesen, informierte OB Cerny. Aber: "Ein Kindergarten mit vier oder mehr Gruppen lässt sich viel stabiler betreiben." Der Neubau kommt, aber nicht als kleine Lösung. Träger wird das Rote Kreuz.
Laut Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller betreibt der BRK-Kreisverband derzeit acht Kinderbetreuungseinrichtungen in Amberg und im Landkreis. In einem halben Jahr werden es zehn sein: Hinzu kommen der Kindergarten Ehenfeld und die Kindertagesstätte Ammerthal. "Wir sehen uns in der Verpflichtung, Betreuungsplätze zu schaffen", begründet Schaller die Entscheidung, den geplanten Kindergarten im Drillingsfeld zu betreiben.
Die anvisierten zwei Gruppen würden seiner Einschätzung nach nicht reichen. Deshalb soll eine Einrichtung mit insgesamt acht Gruppen (fünf für den Kindergarten, drei für die Krippe) geschaffen werden. Somit wird zunächst das Rote Kreuz den Kindergarten Christkönig übernehmen, der Termin für den Betriebsübergang von St. Georg auf das BRK ist der 1. Januar 2021.
Schaller kann sowohl die Mitarbeiter als auch die Eltern der momentan dort in drei Gruppen betreuten 85 bis 90 Kinder beruhigen: "Es wird sich erst einmal noch gar nichts ändern." Das Personal übernehme das BRK zu den jetzigen Konditionen, die Gebühren für die Kinderbetreuung bleiben gleich. Langfristig kommt aber schon Bewegung in die Angelegenheit: Es folgt ein Umzug an die Winterstraße im Drillingsfeld, in die dann achtgruppige Einrichtung. Deren Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant.
Und für das bisherige Gebäude des Kindergartens Christkönig an der Eglseer Straße interessiert sich die Stadt: Sie will es für eine Ganztagsbetreuung oder einen Hort für Schulkinder nutzen. "Da waren wir als Stadt auf der Suche nach einem geeigneten Gelände im Umfeld der Max-Josef-Schule", so Cerny.
Neubau nicht als kleine Lösung
Kirchenpfleger Paulus ist darüber erfreut: "So werden an dem Platz, an dem Kinder waren, wieder Kinder sein", sagte er über den bisherigen Christkönig-Standort an der Eglseer Straße. Der Kirchenpfleger sprach von einer in sich geschlossenen, hervorragenden Lösung.
Stadtpfarrer Markus Brunner war es noch wichtig, eines zu betonen: Seine Pfarrei werde sich mit dem 1. Januar 2021 nicht komplett aus Christkönig verabschieden. St. Georg werde "in gewohnter Weise die seelsorgerische Betreuung gewährleisten und damit präsent sein". Auch habe ihm das Rote Kreuz als neuer Träger zugesagt, "dass die religiöse Erziehung der Kinder im Programm bleibt".



Bild Wolfgang Steinbacher
Bericht: Kristina Sandig