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Katholische Pfarrei
St.Georg

Corona zeigt Auswirkungen in Statistiken der Amberger Pfarreien

Das Jahr 2020, das vielen als Corona-Jahr in Erinnerung bleiben wird, stellte zweifelsohne alle, sowohl Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als in besonderer Weise auch die Kirchen, vor große Herausforderungen. Das zeigt eine Bilanz.

„Im Hinblick auf den Dienst der Kirche waren es schmerzliche Einschnitte, wie das Verbot der öffentlichen Gottesdienste im Frühjahr und der nahezu komplette Ausfall des Lebens in der Pfarrgemeinde, das im Wesentlichen von der Zusammenkunft und Begegnung lebt“, macht Stadtpfarrer Thomas Helm von St. Martin in der Kirchenbilanz bewusst. Wie in allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens seien nicht nur in den Pfarreien ein Großteil der Veranstaltungen ausgefallen. Die Gottesdienste seien gestreamt worden und die einzelnen Gremien hätten virtuell getagt. „Es wurde versucht, auf kreative Weise den nötigen Kontakt miteinander zu halten und mit neuen Formaten das möglich zu machen, was möglich zu machen war“, informiert Stadtpfarrer Helm.

Vergleich der Zahlen
Wenn er die Zahlen des kirchlichen Lebens von St. Martin 2020 mit denen vom Vorjahr 2019 vergleiche, müsse er nach seinen Aussagen feststellen, dass die Pfarrei wieder ein wenig geschrumpft sei. Der starke Rückgang bei den Gottesdienstbesuchern unter anderem im Herbst im Vergleich zum Vorjahr liege nach seinen Aussagen an der besonderen Situation dieses Jahres. „Die Leute sind vorsichtig. Viele bleiben daheim und greifen auf unser Online-Angebot bzw. die Gottesdienste in Fernsehen und Radio zurück. Das wird mir in persönlichen Gesprächen auch immer wieder so bestätigt“, lässt Stadtpfarrer Helm wissen. Gleiches gelte auch bei den Taufen. Die Anzahl der Erstkommunionen und Firmungen unterliege laut Thomas Helm generell jahrgangsbedingten Schwankungen und wäre damit durchaus im üblichen Rahmen, ebenso die Trauungen und Sterbefälle. Ihn freut es besonders, dass eine Corona-konforme Gestaltung für die Kommunion gefunden werden konnte, denn nicht in allen Amberger Pfarreien sei dies möglich gewesen. Ebenso habe in St. Martin als einziger Amberger Pfarrei heuer bei Einhaltung strikter Hygieneregeln Firmung gefeiert werden können. „Das war dringend nötig, denn wenn wir Kommunion und Firmung auf nächstes Jahr hätten verschieben müssen, bekämen wir mit jeweils zwei Jahrgängen zu viele Kinder für die jeweiligen Spenden der Sakramente von Firmung und Eucharistie zusammen“, bemerkt Stadtpfarrer Helm.

Weniger Kirchenaustritte
Der Rückgang der Zahl der Kirchenaustritte sei nach seinen Aussagen erfreulich. Dies liege aber vermutlich auch daran, dass Behörden und Ämter über einen längeren Zeitraum für den Parteiverkehr geschlossen waren und es damit schlichtweg nicht möglich gewesen wäre. „So oder so liegt nach der Corona-Zeit, wenn hoffentlich wieder Normalität in unserem Leben herrscht, eine Mammutaufgabe vor uns, wollen wir die Menschen wieder erreichen und das Leben in unseren Verbänden, Vereinen und Gruppen, das so lange brach lag, wieder hochfahren“, betont Helm mit Blick auf eine Zeit nach der Pandemie.

Bei seinem Rückblick auf das Jahr 2020 bemerkt auch Dekan Markus Brunner von der Pfarrei St. Georg: „Das vergangene Jahr wird uns ohne Zweifel in Erinnerung bleiben. Zuviel an Einschnitten, Veränderungen und Anpassungen hat es mit sich gebracht - im privaten Leben, auf dem beruflichen und wirtschaftlichen Sektor und auch im Hinblick auf die Pfarrgemeinde.“

INFO:
Statistik der Pfarreien 2020 (2019 in Klammern)
St. Martin: Katholikenzahl 3645 (3769), Gottesdienstbesucher im Frühjahr 894 (1148) und im Herbst 512 (1005), Taufen 38 (21), Kommunion 17 (27), Firmungen 18 Kinder von St. Martin, von St. Konrad 25,4 (3), Sterbefälle 46 (44), Kircheneintritte 0 (0) und Austritte 38 (51).
St. Georg: Katholikenzahl 6104 (6227), Gottesdienstbesucher im Frühjahr 511 (563) und im Herbst 287 (384), Taufen 21 (31), Trauungen 6 (12), Sterbefälle 77 (69), Kircheneintritte 0 (3) und Kirchenaustritte 48 (70).
Hl. Dreifaltigkeit: Katholikenzahl 6025 (6134), Gottesdienstbesucher im Frühjahr 464 (740) und im Herbst 201 (700), Taufen 24 (35), Taufen 24 (35), Kommunionkinder 38 auf 2021 verschoben, Firmlinge 37 auf 2021 verschoben, Trauungen aus der Pfarrei 3 (5), Kircheneintritte 0 (0) und Kirchenaustritte 50 (62), Sterbefälle 79 (74).
St. Michael: Katholikenzahl 2449 (2492), Gottesdienstbesucher im Frühjahr 344 (414) und im Herbst 195 (499), Taufen 12 (20), Trauungen 1 (0), Kommunionkinder 9 (59), keine Firmung, Kircheneintritte 0 (0) und Kirchenaustritte 19 (32), Sterbefälle 28 (27).
St. Konrad: Katholikenzahl 2492 (2527), Taufen 11 (21), Trauung 1 (1), Kommunion 18 (16), Firmung 0 (39), Kircheneintritte 0 (0) und Kirchenaustritte 15 (23), Sterbefälle 32 (35).

 

Bild1 Corona zeigt Auswirkungen

Die Pfarrei St. Martin war die einzige Pfarrei in Amberg, die heuer Firmung feierte.
Weihbischof Dr. Roland Batz spendete den jungen Christen das Sakrament. der Firmung.

 

Bild2 Corona zeigt Auswirkungen

Die Pfarrei St. Michael feierte im Corona-Ausnahmejahr ihre Kommunion auch auf außergewöhnliche Weise,
denn wochenlang feierte Pfarrer Alois Berzl Kommuniongottesdienste für jeweils nur zwei oder drei Kommunionkinder.

 

Bilder und Text: Frau Adele Schütz