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Katholische Pfarrei
St.Georg

Orgelkonzert


ads orgelkonzert1Mit einem festlichen Orgelkonzert auf gehobenem Niveau erwiesen die beiden Studenten der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg Daniel Harlander und Franz Schloder in der Stadtpfarrkirche St. Georg der Gottesmutter Maria musikalisch auf die schönste Weise ihre Ehre und bescherten ihren Gästen unter dem Motto „ „Zuhören – genießen – entspannen“ einen Hörgenuss der Extraklasse. Erfreut zeigte sich Dekan Markus Brunner, die beiden jungen, dynamischen und hoch talentierten Musiker Daniel Harlander und Franz Schloder in der Stadtpfarrkirche St. Georg zu einem Gastspiel begrüßen zu können. Sie hätten bereits in ihrer frühen Kindheit ihre Leidenschaft für die Musik und ihr musikalisches Talent entdeckt, was durch die unterschiedlichsten Ausbildungen gefördert worden sei. „Das Orgelkonzert biete somit laut Dekan Brunner die beste Gelegenheit, sich selbst eine Zeit der Muse zu gönnen. „Die beiden Musikstudenten wollten aus eigenem Interesse ursprünglich nur die Orgel der Georgskirche anschauen und spielen, da diese ja durch den beabsichtigten Orgelneubau viel im Gespräch ist“, erinnerte Dekan Brunner an die Hintergründe des Orgelkonzerts. Schnell sei der Kontakt zu ihm hergestellt gewesen. Die beiden Musiker seien laut Dekan sehr begeistert von der Georgsorgel gewesen und so hätte er sich wiederum auch schnell von der Idee eines Orgelkonzerts begeistern lassen. „Den Musikstudenten ist es gelungen, ein abwechslungsreiches sowie anspruchsvolles Konzertprogramm auf die Beine zu stellen, um die Orgel in all ihren Facetten zu präsentieren“, zollte Dekan Brunner Schloder und Harlander große Anerkennung. Diese spannten in ihrem Konzert einen musikalischen Bogen vom frühen Barock bis zur Moderne, die alle wichtigen Kompositionen umfassten.

ads orgelkonzert2Eine Kostprobe seines Könnens gab Franz Schloder auf der großen Oberlinger-Orgel mit dem Präludium in F- Dur von Christian Heinrich Rinck – ein festliches Plenumsstück mit sanftem Zwischenspiel und strahlenden Mixturen als Abschluss. Beeindruckend interpretierte der leidenschaftliche Musiker anschließend die Fuge in B – Dur von Franz Anton Hugl mit seinen verschiedenen Versetten. Mit diesem Stück präsentierte er die gesamte klangliche Vielfalt der Orgel - von den schönen Aliquoten bis hin zum Glockenspiel – und sorgte für einen Ohrenschmaus vom Feinsten. Erhabene Klänge entlockte dann Daniel Harlander der Königin der Instrumente mit dem Werk „Livre d’Orgue: Suite du deuxieme ton“ des französischen Komponisten Louis-Nicolas Clérambault, der mit diesem Werk eine der bekanntesten Suiten der barocken französischen Orgelmusik mit einer Fülle an Verzierungen und prächtigen Melodiepassagen schuf. Daniel Harlander verstand es blendend, die sehr höfische, stolze Musik talentiert und gelungen zu interpretieren. Viel Herzblut für die Musik bewies Harlander auch bei der Interpretation des Stücks „Christ ist erstanden“ von Johann Sebastian Bach, aus dessen so genannten Orgelbüchlein. Das dreiteilige Choralvorspiel begann im schönen Plenum, dem der zweite kunstvoll, tänzerisch Satz im Stil einer Gigue folgte. Feurig und mit vollem Orgelwerk wurde von Harlander dann der letzte wohl prächtigste Satz dieses grandiosen Werks zu Gehör gebracht. Vor dem rauschenden und feurigen großen Ende kam ein gekonntes Pedalsolo. Den innig filigran Charakter des „Wenn wir in höchsten Nöten sein“ brachte Harlander durch eine schöne Aliquotenregistrierung hervorragend musikalisch zum Ausdruck. Mit dem Präludium und Fuge in c-moll von Felix Mendelson-Bartholdy brachte Franz Schloder ein monumentales Werk der Romantik zu Gehör. Im Präludium erklangen strahlende Akkorde und wunderschöne Melodieverläufe, die Fuge, mit Zungenplenum registriert, wirkte stark und aufwühlend wie ein Kampf, der mit einem massiven Cmoll-Schlussakkord endete. Schloder interpretierte anschließend die „Canzonetta“ von Josef Gabriel Rheinberger- sehr lyrisch und schön gespielt mit der tollen Oboe. Zum Abschluss des Orgelkonzerts ließ Harlander das erste Orgelwerk „Le banquet celeste“ von Oliver Messiaen, einer der bekanntesten Komponisten der Moderne erklingen. Die besten Voraussetzungen, damit dieses Werk seine volle Wirkung entfalten konnte, war eine große Orgel und ein großer Kirchenraum, was in St. Georg bestens erfüllt war.

ads orgelkonzert3Die voix celeste der Oberlinger - Orgel klang satt und farbig, die Aliquoten und Pedalstaccati klar und elegant, der Schluss des Stückes hüllte die Besucher in eine große und beeindruckende Klangwolke, die das Eingehen der Menschen in den Himmel oder die Ewigkeit erahnen ließ. Mit Sigrid Karg – Elerts „Nun danket alle Gott“ im Tutti gespielt, setzte Harlander den finalen Abschluss des beeindruckenden Orgelkonzerts und demonstrierte dabei die volle Klanggewalt der Orgel, die sich nach seinen Aussagen in keinster Weise verstecken müsse. Das Stück war geprägt von großen und beeindruckenden Manualläufen, bevor es monumental endete. Dekan Markus Brunner bedankte sich bei den hervorragenden Musikern, die nicht nur ihr musikalisches Können und ihr Talent unter Beweis gestellt hätten, sondern auch auf die schönste Weise auch das facettenreiche Leistungsspektrum der Georgsorgel imposant demonstriert hätten.