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Katholische Pfarrei
St.Georg

389. Hauptfest der MMC


 

ads mmc5Ein beeindruckender Festgottesdienst am Morgen und ein feierlicher Festkonvent mit eucharistischer Prozession durch Ambergs obere Altstadt am Nachmittag prägten das Hauptfest der Marianischen-Männer-Congregation in der Stadtpfarrkirche St. Georg am vierten Fastensonntag. Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher OSB vom Benediktinerstift St. Peter in Salzburg trug als Zelebrant und exzellenter Prediger des Festgottesdienstes und des Festkonvents wesentlich zum Gelingen des diesjährigen Hauptfestes bei, mit dem die Marianische-Männer-Congregation eine Jahrhunderte lange Tradition fortsetzte. Drei neue Sodalen konnten heuer in die Congregation aufgenommen, zahlreiche Jubelsodalen für ihre teils über 70-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Die Zahl der Sodalen der Marianischen-Männer-Congregation Amberg und des gesamten Landkreises, darunter viele im respektvollem Alter, die sich mit ihren Fahnenabordnungen zu ihrem 389. Hauptfest in der Stadtpfarrkirche St. Georg versammelten, war wieder groß.

Präses Dekan Markus Brunner, der die Begrüßung zum Festgottesdienst in der gut besetzten Georgskirche übernahm, drückte seine Freude über das Kommen der zahlreichen Sodalen, aber insbesondere auch des Erzabts Dr. Korbinian Birnbacher OSB vom Benediktinerstift St. Peter in Salzburg aus, zu dem er nach seinen Aussagen seit seinem Freijahr in Rom während seines Studiums seit nun über 20 Jahre freundschaftliche Verbindungen pflege. „Es ist gut, zu glauben, dass es schön und erfüllend ist, dass wir unseren Glauben an solchen Tagen, wie dem heutigen auch feiern dürfen“, betonte der Erzabt eingangs des Festgottesdienstes. Glaube sei nach seinen Aussagen Gemeinschaft, Freude, ja gelebte Liebe und er ergänzte, dass Glaube doch auch Erleben sei, das sich in der Geschichte vollziehe. „Gottes Handeln an Mensch und Welt sei nicht abstrakt, sondern konkret und deshalb erfordert Gottes Ruf auch eine konkrete Antwort unsererseits“, machte Dr. Korbinian Birnbacher bewusst und fügte hinzu: „Gott wirkt in der Gegenwart und seine Zuwendung zur Welt ist unausweichlich.“ Er forderte die Gläubigen dahingehend auf, in dieser Welt zu leben, sie zu pflegen, sie zu gestalten und ihre Güter zu genießen. Gottes Bezugspunkt sei nach seinen Aussagen immer der Mensch. Der Mensch sei frei, auf die Anrufung Gottes zu antworten. Der vierte Fastensonntag mit seinen liturgischen Texten spiegle laut Erzabt wider, wie es um den Menschen stehe, wenn er ohne Gott auszukommen versuche. In seiner Predigt ging er zunächst auf die Lesung aus dem Buch der Chronik ein, dessen Verfasser auf die Hintergründe der ausweglosen Situation in babylonischer Gefangenschaft des Volkes Israel blickt. „Diese Ausweglosigkeit führt das Volk Israel zur Besinnung, sodass sich die Israeliten wieder für Gott öffnen und der Höchste sich für sein Volk.“ In der Lesung des Apostels Paulus an die Epheser ging es um das große Thema Gnade und Werke. Der Prediger erläuterte den Begriff „Gnade“ und wollte sie als liebende Zuwendung Gottes zu uns Menschen verstanden haben. Wer meint nur durch das, was er selber schafft und vorweisen kann, einen Wert zu haben, der ist nach den Worten des Paulus tot“, betonte der Erzabt. Er wies darauf hin, dass die Sache viel befreiender sei: „Ich muss mich nicht selbst erlösen, denn wer sich auf Gott bezieht und aus seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, sein Leben gestaltet, ist lebendig. Uns macht reich, dass Gott für uns sorgt!“ Den Text aus dem Johannesevangelium aus dem Gespräch Jesu mit Nikodemus wertete Dr. Birnbacher als hoffnungsvolle Botschaft der Versöhnung, denn der Mensch richte sich selbst, je nachdem dieser die Botschaft Gottes annehme und sich dadurch entscheide, ob er durch sein Leben Gottes Licht zum Leuchten bringen wolle oder nicht. Zum nachmittäglichen Festkonvent konnte Präses Dekan Markus Brunner neben den Sodalen eine rekordverdächtige Zahl an Priestern aus Amberg begrüßen. Ein Höhepunkt des Festkonvents war sicherlich die Aufnahme der drei neuen Sodalen mit dem Guardian des Franziskanerklosters am Mariahilfberg Janusz Wrobel, Diakon Martin Popp und Harald Bäumler in die Marianische-Männer-Congregation und die Ehrung zahlreicher Sodalen für 25-, 40-, 50-, 60 und 65-jährige Mitgliedschaft. Für 70 und mehr Jahre wurden Anton Englhardt, Michael Weiß, Josef Hösl sowie Clemens und Martin Siegert aus Vilseck geehrt, Dr. Josef Simon aus Regensburg, Johann Späth aus Neustadt, Johann Stauber aus Kirchenthumbach, Josef Dotzler aus Ebersbach, Michael Gebhardt aus Sulzbach-Rosenberg, Josef Pröls aus Trisching, Georg Winkler aus Dürnsricht, Franz Kohl aus Mindelheim, Karl Kugler aus Freihung, Martin Ringer, Josef Prechtl und Johann Löb aus Gressenwöhr, Karl Schwab aus Immenstetten, Martin Stauber aus Raschenhof, Willi Bauer aus Tanzfleck, Emil Hirsch aus Köfering und Hans Rupprecht aus Amberg. Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher ging in seiner Predigt auf das Evangelium von der Verkündigung der Geburt Jesu Christi durch den Engel an Maria ein. „Für mich ist die Erkenntnis wichtig: Gott zwingt nicht, aber Gottes Botschaft an uns ist bezwingend – für all die Menschen, die seine Einladung annehmen, denn wenn uns Gottes Wort einmal getroffen hat, dann können wir gar nicht anders als ihm folgen, so wie es Maria getan hat“, machte der Erzabt bewusst. Er stellte Maria als echtes Vorbild durch ihre unkomplizierte Art, ihre tatkräftigen Hilfe und ihre Offenheit für alle Anliegen vor. Nach der Predigt zogen die Sodalen allen voran die Musikkapelle Ursensollen, der Fahnenabordnungen, des Allerheiligsten und der Geistlichkeit in der eucharistischen Prozession durch die obere Altstadt von Amberg, nach der in der Georgskirche der Abschlusssegen folgte.