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Katholische Pfarrei
St.Georg

Votivprozession 2013


1ads votivprozession2Amberg. (ads) Als im 17. Jahrhundert die Pest in Amberg wütete und jede menschliche Hilfe versagte, legten die Amberger im Jahr 1634 ein Pestgelübde ab, das erhört wurde. Seitdem pilgern die Amberger Pfarreien St. Georg, St. Martin, St. Michael, Hl. Dreifaltigkeit, Hl. Familie und St. Konrad mit ihren Fahnenabordnungen das Pestgelübde befolgend am ersten Sonntag im Mai in einer Votivprozession zum Gnadenbild der Gottesmutter auf den Mariahilfberg. Einige Hundert Gläubige aus Amberg waren es auch heuer, die mit ihren Pfarreien auf den Berg pilgerten und damit gleichzeitig die Wallfahrersaison an einer der bedeutendsten Wallfahrtsstätten der Oberpfalz eröffneten.

In diesem Jahr übernahm Pfarrer Michael Jakob von der Pfarrei St. Konrad die Begrüßung zur ersten Wallfahrermesse auf dem Freialtar am Mariahilfberg nach der sternförmigen Votivprozession aller Amberger Pfarreien. Er erinnerte, dass das Pestgelübde aus Dankbarkeit für die mütterliche Hilfe Mariens aus großer Not abgelegt worden sei. Alle Amberger Pfarreien seien auch dieses Jahr mit ihren Gläubigen wieder auf den Mariahilfberg gepilgert, um das Pestgelübde einzulösen. Pfarrer Michael Jakob ging auf die Bedeutung des Marienwallfahrtsortes ein und machte bewusst: „Wo man der Mutter Gottes gedenkt, kommen Himmel und Erde zusammen“. Gerade im Mai würden die Gläubigen ihren Blick auf Maria als ihrer große Fürsprecherin lenken, um dabei ihr eigenes Leben zu bedenken. Die persönlichen Nöte und Sorgen seien so vielfältig wie die Betenden selbst, meinte der Geistliche, der weiter auch auf die öffentlichen Konflikte und Krisen hinwies. Er fragte sich: „Ist die Welt so sehr vom Not, Elend, Verleumdung, Machtgier, Krisen und Krieg durchzogen, dass nichts mehr dagegen ankommt?“. Er lenkte seinen Blick auf das Gnadenbild und versicherte: „Bei Maria finden wir Trost. Gott hat sie erwählt und begnadet“. Sie hätte laut Pfarrer Jakob die selig machenden Worte „Mir geschehe, wie du gesagt hast“ gesprochen. Dadurch sei Maria nicht nur von Gott begnadet worden, sondern hätte an der Gnade durch ihr bedingungsloses Ja zu Gott selbst mitgewirkt, worin ihr Geheimnis liege. Pfarrer Michael Jakob machte bewusst, dass Maria gekrönt worden und in den Himmel aufgenommen worden sei, wo sie bei Gott an ihrem Ziel angelangt sei. Maria werde so nach seinen Aussagen zum Spiegelbild für die göttliche Schönheit. Zu ihr als Fürsprecherin dürften wir laut Pfarrer Michael Jakob mit all unseren Anliegen kommen, die sie durch ihre begnadete Art gefiltert vor Gott trage. Er betonte, dass wir aufgerufen seien, auch unser Leben am Beispiel Mariens im Kraftfeld des Heiligen Geistes in Gott festzumachen, damit auch wir durch seine Gnade Rettung erlangen. Die Messe wurde durch die schönen Marienlieder bereichert, in die die Pilgerschar kräftig einstimmte.