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Katholische Pfarrei
St.Georg

Das andere Passionssingen


ads passion1Amberg. (ads) „Sichtweisen“ lautet der Titel des diesjährigen „anderen Passionssingens“, mit dem die Katholische Jugendstelle dieses Mal mit Unterstützung der Pfarrei St. Georg eine gute Tradition fortsetzte, die sich seit Jahren gleichbleibender Beliebtheit erfreut, was der volle Kongregationssaal zeigte.

Die Begrüßung übernahm der Stadt- und Kreis­jugend­seelsorger Kaplan von St. Georg Christian Kalis, auch im Namen des Vor­berei­tungs­teams Gemeinde­assistentin Franziska Hausner und Kirchenmusiker Michael Wurm von St. Georg und vor allem Jugendreferentin Kerstin Wedl. Er lud die Gäste ein mit Musik und Gesang wie nach­denk­lichen Texten „voraus zu schauen“, „dahinter zu schauen“, „hinein zu schauen“ und auch „vorbei zu schauen“. Christian Kalis wies darauf hin, dass am fünften Fasten­sonntag nach einer alten Tradition Kreuze und Bilder in den Kirchen verhüllt würden. Was nicht heißen solle, dass wir auf das Kreuz des Herrn verzichten wollten, sondern im Gegenteil, dies sei eine Auf­forderung an uns, genauer hin­zuschauen, um das Kreuz Christi und das Kreuz in der Welt zu entdecken.

Er zitierte Papst Franziskus mit seinen Worten, die er am Ende des Konklaves zu den Kardinälen sprach: „Wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.“ Papst Franziskus wolle, dass wir alle wirklich den Mut haben, in der Gegenwart des Herrn zu gehen mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche aufzubauen auf dem Blut des Herrn, das er am Kreuz vergossen habe; und den einzigen Ruhm zu bekennen: Christus den Gekreuzigten, betonte Kaplan Kalis. Seiner Ansicht nach, sei dies die Sichtweise einer voranschreitenden Kirche, der der neue Papst vorausgehen werde und als solche leiten wolle. „Aus sich selbst hinauszugehen, seine Sichtweise zu ändern, bedeutet, aus dem Garten seiner eigenen Überzeugungen hinauszutreten, die unüberwindbar werden, wenn sie sich als Hindernis entpuppen und den Horizont verschließen, der Gott ist“, macht der Geistliche abschließend bewusst und lud ein, mit den Texten, der Musik und dem Gesang hinter diesen Horizont zu blicken, um dort Gott zu erkennen.

Den Verantwortlichen war es auch dieses Mal wieder gelungen, eine hervorragende Kombination an Musikern und Sängern mit Sologitarristen Jochen Achhammer aus Hahnbach, „der Gruppe „cababana“ aus Kümmersbruck, der Kinder- und Jugendschola Hirschau unter der Leitung von Gertrud Siegert und dem Familienchor Klangfarben der Pfarrei St. Georg unter der Leitung von Michael Wurm für das Mitwirken am „ande ren Passionssingen“ zu begeistern. Eine stolze musikalische Leistung und beachtliches Talent zeigten die jungen Sängerinnen ab 11 Jahren der Kinder- und Jugendschola Hirschau, insbesondere die Solis tinnen Olivia Neal, Eva Grabinger, Carina Berndt, Tanja Rosensprung, Lea Hohmann und Katharina Braun, die mit ihren hellen klaren und einfach schönen Stimmen das Vertrauen auf Gott und die frohe Hoffnung hinter dem Leid hervorragend interpretierten. Die Trommel- und Gesangsgruppe „cababana“ verstand es blendend, in Rhythmen, die unter die Haut gingen, das Leiden und Sterben Jesu spürbar zu vermitteln. Der Familienchor mit Sängern allen Alters setzte mit seinen von Gottvertrauen und Hoffnung getragenen Liedern einen weiteren musikalischen Akzent, glänze der Chor doch in sei ner Stimmenvielfalt in gesanglicher Harmonie. Einen wunderbaren musikalischen Kontrast bot Jo chen Achhammer, der mit seinen rührenden Gitarrenklängen die volle Aufmerksamkeit des Publi kums genoss. Nicht weniger tiefgreifend wie Musik und Gesang waren die Texte mit den Titeln „vor aus zu schauen“, „dahinter zu schauen“, „hinein zu schauen“ und auch „vorbei zu schauen“, die Sichtweisen aus unterschiedlichen Perspektiven eröffneten.

Der abschließende Dank von Jugendre ferentin Kerstin Wedl ging an Hausherrn Dekan Markus Brunner für das kostenlose Überlassen des Kongregationssaals und an die Musiker und Sänger, die kostenlos aufgetreten sind. Sie informierte, dass der Spendenerlös des „anderen Passionssingens“ in diesem Jahr an die Jugend hilfestation St. Martin in Amberg gehe. Deren Leiter Josef Richthammer stellte die Einrichtung mit seiner Heilpäd agogischen Tagesgruppe und seinen ambulanten Dienst mit flexiblen Hilfen vor. Er in formierte, dass die Spendengelder direkt den Kindern und Jugendlichen zugute kämen, denn davon würden Ausflüge und Eintrittsgelder im Rahmen der Freizeitgestaltung finanziert wie Anschaffungen für Spiel, Sport, Musik und Werken.