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Katholische Pfarrei
St.Georg

Polenfahrt 2012


Bericht

Die Reise in das südliche Polen in der Pfingstwoche war für die 40-köpfige Reisegruppe ein voller Erfolg und ein unvergessliches Erlebnis, das wir vor allem unserem Reiseleiter Peter und seiner Frau Sabine verdanken. Dziękuję bardzo!

Vorbereitungen

Beim Informationsabend am 8.11.2011 stellte Herr Peter Blendowski, selbst gebürtiger Pole, die geplanten Etappen der Reise vor (siehe unten). Die Reise wird von Amberg aus mit einem komfortablen Reisebus durchgeführt und enthält 7 Übernachtungen an 5 verschiedenen Orten: Bad Kudowa, Breslau, Krakau(2), Zakopane(2) und Hirschberg. Dadurch sind an einem Tag maximal etwa 450 km zu bewältigen.

Anschließend vermittelte Herr Blendowski anhand einer Fotoshow Eindrücke aus einer vorangegangenen Polenreise, die die Schönheit des Landes deutlich zum Ausdruck brachten.

 

28.05.2012

Pfingstmontag, Anreise nach Kudowa-Strój (Bad Kudowa)

Abfahrt um 07:55 Uhr vom Amberger Busbahnhof, eine Strecke von knapp 400 km liegt vor uns. Wir überqueren nach zwei technischen Pausen die tschechisch-polnische Grenze im Nationalpark Heuscheuer­gebirge (Mittel­sudeten) und treffen kurz danach gegen 14 Uhr bei unserem Hotel in Kudowa-Strój ein. Krzysztof, der in Bonn Vermessungswesen studiert hat, erwartet uns schon. Er wird hier und in Breslau unser Führer sein.

Nach einem kleinen Mittagessen, sozusagen einer Vorspeise auf das, was uns in den nächsten acht Tagen erwarten wird, durchqueren wir mit dem Bus auf einer ziemlich kurvigen Strecke den Nationalpark Heuscheuer­gebirge. Der Marienwallfahrtsort Wambierzyce ist der erste Besichtigungs­halt. Nach der imposanten Wallfahrtskirche besichtigen wir auch die "bewegliche Krippe" auf dem gegenüberliegenden Hügel. Leider ist hier das Fotografieren verboten. Dann geht es weiter nach Kłodzko (Glatz), wo wir einen Rundgang durch die historische Stadt machen. Nach der Rückkehr zum Hotel schließt ein deftiges Abendessen zum Kennenlernen der polnischen Küche den ersten Tag unserer Polenreise ab.

29.05.2012

Anreise nach Breslau (120 km)

Nach dem Frühstück brechen wir Richtung Breslau auf. Für die Fahrt auf der E67 sind ca. 1,5 Stunden veranschlagt. Wir passieren Kłodzko, das wir schon kennen, und machen kurz Halt in Bardo (Wartha), einem bekannten Marienwallfahrt. Kurz vor 11 Uhr erreichen wir Breslau, die viertgrößte Stadt Polens. "Mit seinen Sehenswürdigkeiten auf der Sand- und Dominsel sowie auf dem Markt und dessen Umgebung verzaubert die Hauptstadt von Niederschlesien zahlreiche Touristen. Breslau ist kosmopolitisch. Dank der vielen Studenten hat die Stadt jugendlichen Schwung." So hieß es in der Ankündigung und so erleben wir es dann auch. Zuerst geht es zur "Jahr­hundert­halle" mit dem angrenzenden "Multimedia-Brunnen", dann auf die Dominsel und über die Tumski-Brücke auf die Sandinsel und wieder zurück. Schließlich ist der Rynek unser Ziel, Breslaus zentraler Platz. Um 17 Uhr feiern wir die Abendmesse in einer Seitenkapelle des Doms. Anschließend lassen wir den Tag mit einem reichlichen Abendessen in einem bekannten Lokal in der Altstadt ausklingen

30.05.2012

Fahrt nach Tschenstochau und Krakau

Nach dem Frühstück fahren wir nach Tschenstochau (196 km), zuerst auf der Autobahn und dann an Oppeln vorbei nach Osten auf der Landstraße Nr. 46. Gegen 12 Uhr erreichen wir das wichtigste Pilgerziel Polens. Millionen Polen und ausländische Katholiken strömen jährlich zum Paulinenkloster auf dem Jasna Góra (Heller Berg). Wir feiern Gottesdienst in der Rosenkranzka­pelle, wo wir das Lied von der schwarzen Madonna singen. Daran schließt sich eine Führung durch das Museum, den Rittersaal, die Gnadenkapelle, die Basilika und das große Gelände mit dem Freialtar. Nach einer kleinen Stärkung brechen wir nach Krakow auf (145 km). Dort steht ausser dem Kofferauspacken im Hotel eigentlich nur noch das gemeinsame Abendessen in einer traditionellen Krakauer Gaststätte auf dem Programm. Aber der Abend sollte noch länger werden.

31.05.2012

Aufenthalt in Krakau

Wir beginnen den Tag mit einer Besichtigung des Sanktuariums der göttlichen Barmherzigkeit im südlichen Stadtteil Lagiewniki, das auf die Hl. Schwester Faustyna zurückgeht. Diese große Anlage enthält neben dem Kloster und der Wallfahrtskirche im Untergeschoss auch mehrere Kapellen. In einer davon feierten wir die Hl. Messe. Vom Ausichtsturm vor der Kirche hat man einen weiten Blick über die Stadt.

Danach geht es ins Zentrum der ehemaligen Königs- und Hauptstadt Polens, zum Hauptmarkt (Rynek Głowny), wo wir uns schon einmal umsehen. Um 14 Uhr beginnt unsere Führung: Marienkirche, Tuchhallen, Universität (Collegium Maius), St. Anna- und Franziskanerkirche und schließlich der Höhepunkt, der Wawel. Diese über der Stadt thronende Anlage besteht aus der Kathedrale, dem Königsschloss und den Befestigungen drumherum. Zum Abendessen treffen wir uns in einem typischen polnischen Restaurant in der Altstadt.

01.06.2006

Fahrt nach Auschwitz bzw. Wieliczka und Zakopane

Wieliczka - Salzbergwerk

02.06.2012

Zakopane

Für die heutige "Frühmesse" erwartet uns eine Besonderheit: eine Kirche ganz aus Holz. Nach der Messe bringt uns der Bus in das Stadtzentrum zurück. Durch den Markt gehen wir zur Talstation der Standseilbahn, um uns auf den Hausberg von Zakopane Gubałówka bringen zu lassen. Oben erwartet uns eine herrliche Aussicht auf die Hohe Tatra. Nach einer kurzen Wanderung und einer kleinen Stärkung fahren einige mit dem Sessellift wieder hinunter, während andere alles zu Fuss machen. Danach bummeln wir durch die Einkaufsmeile der Stadt, die ul. Krupówki. Der Abend beginnt mit einer Planwagenfahrt von unserer Unterkunft zur großen Sprungschanze und wieder zurück. Um 19 Uhr beginnt das große Fest, das bis Mitternacht dauert. Zu einheimischer Musik wird gegessen und getrunken, was das Zeug hält, aber Andrzej, unser Gastgeber, tischt so reichlich auf, dass wir schließlich noch fast zwei Tage davon leben können.

03.06.2012

Wadowice, St. Annaberg, Hirschberg (Riesengebirge)

Wir verlassen nach dem Frühstück Zakopane und steuern Wadowice an, die Heimat Papst Johannes Paul II. Auf und ab geht es durch die Beskiden, bis wir gegen halb elf Uhr die Stadt erreichen. Wir besichtigen zunächst das dem ehemaligen Papst gewidmete Museum, dann die Basilika und beobach­ten auf dem großen Platz davor die sonntäglichen Kirchgänger. Um 12 Uhr geht es weiter Richtung Autobahn. Kurz nach 13 Uhr machen wir Halt auf einer Raststätte und verzehren die mitgebrachten Reste des vorigen Abends - was aber nicht ganz gelingt. Um 15 Uhr erreichen wir Sankt Annaberg, den wichtigsten Wallfahrtsort Oberschlesiens, der auch in der politischen Geschichte Oberschlesiens Bedeutung hat. Nach einer Stunde geht es weiter über Autobahn und Landstraße, bis wir um 19 Uhr in Jelenia Góra (Hirschberg) im Riesengebirge ankommen.

04.06.2012

Hirschberg, Jelenia Gora

Hirschberg liegt etwa 20 Km vom Riesengebirgskamm entfernt. Die Alt­stadt hat sich rund um den Ring etwas Wohlig-Provinzielles bewahrt und ist frei von Hektik und Lärm. Schmuckstück der Stadt ist der Ring. Zahl­reiche Kirchen gehören zu den Sehenswürdigkeiten dieses Ortes in Nieder­schlesien." So hieß es in der Ankündigung und unser Führer Krzysztof zeigt uns, dass es wirklich so ist. Danach besuchen wir noch das Haus Gerhart Hauptmanns in Agnetendorf, was uns nebenbei noch eine Fahrt tief ins Riesengebirge beschert. Zurück in Hirschberg machen wir uns über Görlitz und Dresden auf die Heimreise. Noch vor acht kommen wir wieder in Amberg an, nachdem sich Pfr. Brunner kurz zuvor bei unserem Reiseleiter und seiner Frau für die hervorragende Organisation und liebevolle Betreuung im Namen aller Teilnehmer bedankt hat.