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Katholische Pfarrei
St.Georg

Benefizkonzert für St. Katharina



Konzerterlös fließt in Sanierung von St. Katharina
Unter dem Motto "Hinhören zum Jahresausklang" steht das Benefizkonzert des Polizeiorchesters im Kongregationssaals. Den Zuhörern bieten die 45 Berufsmusiker ein anspruchsvolles Programm auf hohem Niveau.
Auf Einladung des Rotary Clubs gastierte das Polizeiorchester zum wiederholten Mal für einen guten Zweck. Den Erlös bekommt die Kirchenstiftung St. Georg für die Sanierung der Friedhofskirche St. Katharina. Club-Präsident Stephan Prechtl zeigte sich erfreut über die zahlreichen Zuhörer, alle Sitzplätze im Kongregationssaal waren belegt. Er erklärte, das Polizeiorchester, das seinen Sitz in München hat, verstehe sich als Bindeglied zwischen Polizei und Bürgern. Rotary bilde ein weltweit aktives, sozial engagiertes Netzwerk unter dem Wahlspruch "Service above self" (selbstloses Dienen). Ziel seien unter anderem die Förderung der Völkerverständigung und des Friedens.

Ein anspruchsvolles Programm mit großen Werken und erhebenden Melodien hatte Chefdirigent Professor Johann Mösenbichler für das Benefizkonzert zusammengestellt. Peter Seufert fungierte als Moderator und kündigte ein Meisterwerk erster Güte zum Auftakt an: das hochromantische und märchenhafte Vorspiel der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck. In eine vollkommen andere Welt der Musik wurden die Konzertgäste danach mit dem Stück "Gone" von Scott McAllister entführt. Diese Schicksalsmelodie ohne markante Rhythmen, ruhig fließend, bedächtig und meditativ scheint die Vertonung der Grundkenntnis des antiken Philosophen Heraklit, "Alles fließt und nichts bleibt", zu sein.

Romantisch ging es im Programm weiter mit dem Stück "Concertino" für Flöte und Blasorchester der Französin Cécile Chaminade, die mit dieser großartig erhebenden Melodie mit fulminantem Ende die Inbegriffe der Belle Epoque mit Noblesse und Eleganz vertont hat. Bei dem Stück zeigte Madleine Hollmann mit ihren Solo-Einsätzen mit der Flöte beste musikalische Leistung. Kontrastreich ging es weiter im Programm mit der musikalischen Interpretation von Impressionen eines überwältigenden Naturschauspiels, wenn die Sonne im tiefsten Winter ihren kurzen Lauf über den Horizonts nimmt, was in dem Stück "The Low Arc of the Sun" von Steven Bryant bestens vertont ist. Unter die Haut ging das berührende Werk "Hereafter Calls" von Michael Martin, mit dem die Nahtoderfahrung musikalisch beeindruckend interpretiert wird. Die Soloeinsätze von Martin Ehlich an der Trompete, von Christian Fath am Horn und von Peter Millich an der Trompete aus allen Ecken des Kongregationssaals machten das Stück zum besonderen musikalischen Schmankerl.

Zum krönenden Abschluss glänzte das Polizeiorchester Bayern mit dem "Bolero" von Maurice Ravel als meist gespieltes Werk der klassischen Musik, das sich regelrecht in die Gehörgänge der Zuhörer schraubte. Lang anhaltender Applaus des Publikums war der verdiente Lohn für die enorme Leistung der Profi-Musiker.

1 St Katharina

Bild und Text: Adele Schütz