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Katholische Pfarrei
St.Georg

Kinderhort St. Georg



Amberg. In einer großartigen Gemeinschaftsaktion der Stadt Amberg als Bauträger und der Kirchenstiftung der Pfarrei St. Georg als Mieter wurde der Kinderhort St. Georg in der Kochkellerstraße komplett saniert und durch einen Anbau erweitert. Nach den gelungenen Baumaßnahmen in nur acht Monaten erstrahlt der Kinderhort St. Georg im neuen Glanz. Die qualitativ hochwertige Einrichtung des Kinderhorts ist die Basis, dass sich die Kinder in dieser Herberge wohl fühlen und diese gerne von Tag zu Tag beim gemeinsamen Essen, Lernen und Spielen mit quirligem Leben füllen. Nach Meinung aller Verantwortlichen hat im Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Pfarrei St. Georg Planer Architekten Roland Wochnik bei den Baumaßnahmen ausgezeichnete Arbeit geleistet. Die Baukosten belaufen sich auf rund 900 000 Euro plus 70 000 Euro für das Inventar.

Das so genannte Platen-Haus in der Kochkellerstraße 2 wurde 1850 erbaut und steht unter Denkmalschutz. 1988 erfolgte der Umbau des zweigeschossigen Hauses zum Kinderhort, der nun in acht Monaten komplett renoviert und durch einen Anbau erweitert wurde. Gründe für die Baumaßnahmen gab es genug: Treppe und Sanitäranlagen waren sanierungsbedürftig und die Sicherheitsbestimmungen für den Brandschutz haben nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprochen, zudem fehlte die Barrierefreiheit. Außerdem erschwerte die Arbeit der Verantwortlichen der ständige Platzmangel im Hort. Im März 2016 hat dann ein erstes Treffen mit den beteiligten Planern stattgefunden und es erfolgte eine Abstimmung dieser mit Nutzer, Jugendamt, Regierung der Oberpfalz und Denkmalschutz. Im Juli 2016 ist ein Förderantrag an die Regierung der Oberpfalz gegangen, im August 2016 erfolgte der Bauantrag. Im Dezember 2016 ist der Hort in die Kennedyschule ausgezogen und im Januar 2017 fiel der Startschuss für die Baumaßnahmen. Anfang August 2017 war der Abschluss der gelungenen Baumaßnahmen. Im Sinne eines nachhaltigen und Ressourcen schonenden Bauens erfolgte die Grundsanierung mit Erneuerung der Böden, Decken, Türen, Fenster im Obergeschoss und Heizung sowie eine Dämmung der obersten Geschossdecke. Die Treppe im Altbau wurde ebenfalls erneuert, die Sanitärräume grundsaniert, ein barrierefreies WC und Dusche installiert. Durch den neuen Anbau als Holzständerkonstruktion errichtet und durch einen verglasten Zwischenbau transparent an das Baudenkmal angeschlossen, ist die Einrichtung um 100 Quadratmeter auf nun 440 Quadratmeter erweitert worden. Im Anbau wurden eine Garderobe für die Kinder und ein Büro für die Hortleitung im Erdgeschoss sowie ein zweiter Hausaufgabenraum im Obergeschoss geschaffen. Das Grundstück und das Erdgeschoss wurden barrierefrei erschlossen und die Rettungs- und Fluchtwege neu geordnet. Nach den abgeschlossenen Baumaßnahmen wurden die neu sanierten und neu geschaffenen Räumlichkeiten mit hochwertigem Inventar ausgestattet, die Wohlgefühl garantieren.
„Die Befähigung von Kindern und Jugendlichen zu einer gelingenden Lebensgestaltung und Lebensführung ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft und gleichzeitig ein Auftrag, der sich aus unserem christlichen Selbstverständnis ergibt“, betonte der Kirchenpfleger der Pfarrei St. Georg und Vertreter der Kirchenstiftung St. Georg Hans Paulus. Er machte bewusst, dass zu den vielfältigen und umfassenden Aufgaben eines Trägers auch die Bereitstellung eines geeigneten Gebäudes und die Beschaffung einer bedarfsgerechten Ausstattung gehören. Er zeigte sich erfreut, dass die Stadt Amberg als Bauträger
des Kinderhorts auftrete und die Kirchenstiftung die Räumlichkeiten anmiete – eine Konstellation, die die Bereitschaft seitens der Pfarrei gestärkt hätte, weiter die Trägerschaft zu behalten. Für die Innenausstattung, die die Kirchenstiftung übernommen hat, sei mit rund 70 000 Euro dennoch ein hoher Betrag zu schultern gewesen, informierte Paulus. Er betonte: „Allerdings ist dies eine Investition, die wir im Hinblick auf die guten Erfahrungen der letzten Jahre und Jahrzehnte mit einem engagierten, kompetenten und leistungsbereiten Personal und im Hinblick auf die gute Auslastung und des guten Rufes dieser Einrichtung gerne getätigt haben“. Er bezeichnete das Objekt „Kinderhort“ als hervorragend gelungen, zudem die Baumaßnahme von den ersten Überlegungen bis hin zur Fertigstellung in ungewöhnlich kurzer Zeit realisiert worden sei.
„Für uns ist es unglaublich, dass dieser Moment nach 15 Jahren nun gekommen ist, dass wir neue erweiterte Räumlichkeiten bekommen haben, bei denen in die Renovierung unsere Vorschläge zur Optimierung unserer Arbeit mit eingeflossen sind“, waren sich die Hortleiterinnen Michaela Gudzik und Birgit Bittenbinder einig. Sie können nun mit den Kindern in den farblich unterschiedlich gestalteten Räumen in Kiwigrün spielen und in denen im dezenten Graublau lernen. Große Freude herrscht auch über die festen massiven Qualitätsmöbel, mit denen die Räumlichkeiten zum Wohlfühlen bei Arbeit und Spiel bestückt wurden. Doch auch die neu angelegte Außenanlage lockt zum Spiel und Austoben im Freien.

Bericht: Frau Schütz