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Katholische Pfarrei
St.Georg

Weltoffen ohne Vereinsmeierei



So stellt sich Dekan Brunner zum Abschluss der Sebastianswoche die Kirche vor
Eine Woche lang feierten die Amberger Pfarreien inklusive der Kümmersbrucker Pfarrei St. Antonius das Winterbergfest im Sebastianskircherl mit täglichen Andachten und Abendgottesdiensten. Das Leitthema hieß heuer: "Die sieben Gaben des Heiligen Geistes". Die für die Sebastianswoche federführende Pfarrei St. Georg beging am Wochenende mit einer großen Schar an Gläubigen aus ganz Amberg einen Abschlussgottesdienst, den das Bläserensemble der Knappschaftskapelle würdevoll musikalisch gestaltete. Nach guter Tradition zeigte eine Abordnung des Amberger Bergknappenvereins in Uniform und mit Fahne Präsenz bei der Sebastianswoche.

Mit fulminanten Klängen läutete das Bläserensemble den Gottesdienst ein, den Dekan Markus Brunner zelebrierte. "Ich habe ein komisches Gefühl, denn ich darf nach der Messe gehen, Sie müssen bleiben", mit diesem Zitat von Bischof Rudolf Voderholzer zu Beginn der Messe in der Justizvollzugsanstalt an Weihnachten lenkte Brunner den Blick auf geschlossene Gesellschaften, wie sie beispielsweise auch in Kasernen und Klöstern zu finden sind. Der Geistliche wies darauf hin, dass man dort seinen Egoismus ablegen und sich anpassen muss. Er betonte: "Wer sich öffnet für andere und für Gott, wird frei." Diese geschlossenen Gesellschaften tragen demnach den Einzelnen, wenn er bereit ist, sich einzubringen. Der Dekan lenkte seinen Fokus auf den Bergknappenverein, der ebenfalls eine geschlossene Gesellschaft und eine eingeschworene Gemeinschaft sei, geprägt von einer besonderen Kameradschaft und Solidarität. Der Prediger machte bewusst, dass auch die Kirche eine geschlossene Gemeinschaft sei, die solange schlüssig sei, solange sie auf Christus schaue. Die Kirche hat laut Dekan Brunner eine innere Struktur mit den Zehn Geboten, eine oft kritisierte Hierarchie und eine über Jahrhunderte gewachsene Lehre. Die Kirche dürfe sich als Global Player nicht nach außen abschotten und Vereinsmeierei betreiben. Viele kämen mit der Kirche nur noch punktuell bei den Sakramenten Kindertaufe, Erstkommunion, Firmung und Trauung in Berührung und kehrten ihr mit einem "schön war's!" danach wieder den Rücken zu, anstatt dort ihre geistige Heimat zu entdecken.

Brunner wies auch auf das neue Magazin "Grandios" hin, das die Diözese nun regelmäßig herausgibt. Darin werden Themen aufgegriffen, die das Interesse der Menschen am Glauben und an der Kirche steigern sollen. Das Magazin liegt in allen Pfarreien der Diözese auf.

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Bild und Text: Adele Schütz