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Katholische Pfarrei
St.Georg

Patrozinium Herz-Jesu-Kapelle Lengenloh


Katholische Frömmigkeit lässt beim Patrozinium in Lengenloh grüßen
Idyllischer Michl-Garten als idealer Ort für geistige und leibliche Stärkung
Lengenloh. (ads) Ein Sonntagmorgen mit herrlichem Sonnenschein ließ eine große Schar an Gläubigen aus Amberg und Umgebung zum Patroziniumsfest der Herz-Jesu-Kapelle im idyllischen Michl-Garten in Lengenloh kommen. Dort feierte Dekan Markus Brunner einen erhebenden Gottesdienst mit aufschlussreicher Predigt. Die musikalische Gestaltung übernahm in bewährter Weise die Blaskapelle Ammerthal. Nach der Festmesse blieb eine große Schar an Gläubige auch beim weltlichen Fest, bei dem bestens für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt war.

„Katholische Frömmigkeit in weiß-blau: Feierliche Gottesdienste mit Blaskapelle und beliebten Liedern, an einem lauschigen Ort und mit Menschen, die aus Überzeugung dabei sind – das zeichnet die Religiosität unseres Menschenschlages aus“, machte Dekan Brunner eingangs seiner Predigt bewusst. Deshalb kommen auch gern viele Leute zu solchen Festlichkeiten, die nach seinen Aussagen Ausdruck unserer Gesinnung und Zeichen einer gepflegten, guten Tradition sind. Die schönsten Beispiele dafür sind die Patroziniumsfeste in St. Georg. „Religiöses Brauchtum spricht uns an, weil es die Sinne anspricht und dadurch unsere bayerische Lebensart zur Geltung kommt - In diesem Zusammenhang wird auch das Wort Tradition gebraucht, mit dem Viele ansonsten nicht viel anfangen können“, stellte der Dekan fest. „Tradition scheint allerdings wieder trendy zu werden, darf aber nicht zu hausbacken und bemüht rüberkommen, sonst verkehrt sie sich ins Gegenteil dem Traditionalismus – eine Geisteshaltung, die nur noch an der Tradition festhält, ohne offen zu sein für die Zeichen der Gegenwart“, weiß Dekan Brunner. Tradition in der Moderne scheint nach seinen Aussagen auf den ersten Blick ein Gegensatz in sich zu sein, aber das geht. Er ging auf die Tradition in der Kirche ein, wo sie das Weiterreichen und das Annehmen der Glaubenslehre, die sich seit der Apostelzeit entwickelt hat, bedeutet. Anhand des Goethe-Zitats „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen. Was man nicht nützt, ist eine schwere Last“, erläuterte Dekan Brunner die Tradition der Kirche in der Moderne. Der tradierte, überlieferte Glaube ist keine Last, sondern Gottes Angebot an uns, damit dieses Leben gelingen kann und wir darüber hinaus eine Perspektive jenseits der Grenze des Todes erkennen können. Die Traditionen der Kirche möchten laut Brunner dazu verhelfen, dass der Mensch im Blick auf Gott sich selbst erkennt, denn sie sind wie Wurzeln, die uns Halt geben. „Kirchliche Tradition ist nichts Verdrehtes oder Altbackenes von gestern, sie ist ein Teil unserer Identität. Geben wir ihr ein zeitgemäßes Aussehen, damit sie eine Chance und einen selbstverständlichen Platz in der Moderne hat“, appellierte Dekan Brunner an die Gläubigen. Nach der geistigen Stärkung blieb ein Großteil der Gottesdienstbesucher noch zum weltlichen Patroziniumsfest zur leiblichen Stärkung. Bereits tags zuvor und tags danach hatte die Dorfgemeinschaft zum Patroziniumsfest in den Michl-Garten eingeladen.

Text und Bilder: Frau Adele Schütz
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