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Katholische Pfarrei
St.Georg

Rekordverdächtige Besucherzahl beim Patrozinium von Maria Schnee in Atzlricht



Amberg/Atzlricht. (ads) Das Patrozinium der Maria-Schnee-Kapelle in Atzlricht kommt in der Pfarrei
St. Georg alljährlich eine besondere Bedeutung zu, denn es setzt den Schlusspunkt hinter die großen
Feste vor Beginn der Sommerferien. Ein Abendlob mit stimmungsvollen Gebeten und Liedern aus
Taizé und gemütlicher Sitzweil an der Kapelle im idyllischen Ambiente der Natur und tags darauf ein
Festgottesdienst mit Fahrzeugsegnung und anschließendem Beisammensein in geselliger Runde
prägten dieses beliebte Patroziniumsfest in Atzlricht auch heuer.
Eine rekordverdächtige Schar an Gläubigen aus der Pfarrfamilie St. Georg, aus Atzlricht, aus ganz
Amberg und Umgebung machten sich bei Bilderbuchwetter mit dem Auto, aber auch zu Fuß und mit
dem Rad auf, um die Festmesse an der Maria-Schnee-Kapelle mitzufeiern und sich anschließend
erstmals kulinarisch von der Pfarrei St. Georg mit vielen fleißigen Helfern aus den Reihen des
Pfarrgemeinderats mit seinem Sprecher Michael Suttner und Team verwöhnen zu lassen. Die
Festmesse läutete die Musikkapelle Ursensollen unter der Leitung von Stefan Neger gebührend ein,
die diese mit der Haydnmesse gebührend gestalteten. Dekan Markus Brunner freute sich sichtlich,
dass er erneut den inzwischen Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Hans Schinhammer als Kozelebrant in
seinem Geburtsort begrüßen konnte.
„Geborgenheit ist eine Ursehnsucht des Menschen und auch eher kühle oder gefühlsneutrale
Menschen brauchen das Gefühl, beschützt und sicher, beheimatet, ja glücklich zu sein“, stellt Dekan
Brunner eingangs seiner Predigt fest. Er weiß um Orte, die Geborgenheit ausstrahlen und dazu
gehört nach seiner Ansicht auch die Kapelle Maria Schnee: „Dieses Kirchlein ist ein romantischer Ort
der stillen Einkehr, der Ruhe und der intimen, innigen Begegnung mit Gott“.
Maria Schnee und auch sein Patroziniumsfest ist nach seiner Ansicht Sinnbild für das zum Teil
unbewusste Sehnen des Menschen, in der Kirche, im trauten Du auf Du mit Gott etwas zu finden,
was er sucht und immer seltener in unserer Zeit entdecken kann. Kirchliche Verbände und Gruppen
schaffen laut Dekan Gemeinschaftsgefühl, dass Kirche wie eine Familie ist, in der zuerst einer auf den
anderen schaut, wie es ihm geht und er meine Aufmerksamkeit braucht. Dann erst schaut der echte
Christ auf sich und seine Interessen, denn er weiß, ich komme schon nicht zu kurz, wenn ich erst
einmal den Mitmenschen in den Blick nehmen. Angesichts der zunehmenden Gewalt meinte der
Geistliche, dass der Mensch ohne Gott jegliches Maß verloren und sich selbst zum Richter gemacht
hat und damit entscheidet er, was in seinen Augen Recht ist und nicht. Bei all dem Wirrwarr und der
Frage, wie soll das alles noch weiter gehen in einer scheinbar aus den Fugen geratenen Welt, sucht
der vernünftige Mensch einen Halt, sehnt er sich nach einem Ort, wo er all das Absurde und
Unwägbare hinter sich lassen kann. Dieser Ort ist laut Dekan Brunner ein reales Gefühl. Es heißt
Geborgenheit. „Gott stillt diese Sehnsucht des Menschen auf verschiedene Weise: durch Orte, in
denen er uns nahe ist, durch Menschen, die sich von seinem Geist leiten lassen und in der Verehrung
seiner Mutter“, endet der Geistliche seine tiefgründige Predigt. Zum Ende des Gottesdienstes gab
Dekan Brunner pünktlich zum Urlaubsstart den Fahrzeugen aller Art und den Fahrzeuglenkern noch
den kirchlichen Segen für eine allzeit unfallfreie Fahrt. Bestens kamen auch wieder die angebotenen
Christopherusplaketten und –schlüsselanhänger an. Zahlreich folgten die Gottesdienstbesucher noch
der Einladung von Dekan Brunner unter den schattigen Bäumen rund um Maria Schnee noch bei der
weltlichen Feier mit bester Verköstigung zu verweilen. Erstmals hat nicht die Dorfgemeinschaft
Atzlricht, sondern die Pfarrei St. Georg mit vielen fleißigen Helfern unter der Federführung des
Pfarrgemeinderats die Verpflegung der Besucher des Patroziniumsfestes übernommen



Bericht und Bilder: Adele Schütz