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Katholische Pfarrei
St.Georg

Das kleine Bergfest 


kleines Bergfest


Das Sebstianskircherl rückt diese Woche wieder in den Blickpunkt , wenn dort nach guter Tradition mit täglichen Andachten und Abendmessen das Winterbergfest gefeiert wird. 
Dekan Markus Brunner eröffnete die Sebastianswoche im Rahmen des Winterbergfestes im Barockkircherl St. Sebastian. Bis 20. Januar werden täglich Andachten und Abendmessen abwechselnd von allen Amberger Pfarreien gefeiert.
"Christliches Leben im Alltag - die Gebote der Gelassenheit von Papst Johannes XXIII", lautet das diesjährige Motto des Winterbergfestes. Dekan Markus Brunner eröffnete die Sebastianswoche mit einem Gottesdienst in der gut besuchten kleinen Barockkirche. Die gebührende musikalische Umrahmung übernahm die Chorgemeinschaft St. Georg unter der Leitung von Kataryna Menges mit der Messe in C von Anton Bruckner.
Brunner erinnerte, dass mit dem Fest Taufe des Herrn der Weihnachtsfestkreis und damit eine emotionale Zeit zu Ende gehe. "Der kirchliche Alltag nimmt seinen Lauf, wo sich das Christentum nun bewähren muss", betonte der Dekan. In seiner Predigt beschrieb er die Taufe Jesu durch Johannes, um die Bedeutung dieses Sakraments zu erläutern. Die Taufe gehe mit der Freude und dem Dank über die Geburt eines Kindes als größtes Geschenk der Schöpfung einher, betonte er, aber auch mit dem Bedürfnis nach Schutz vor Schicksalsschlägen im Leben. "Wir gehen eine Gemeinschaft mit Gott ein, die uns Ewigkeitswert schenkt, denn durch sie spielen wir im Schöpfungsakt Gottes eine Rolle." Die Taufe sei mithin " die Tür zu einem erfüllten Leben".
Die ganze Woche hindurch werden jeden Tag abwechselnd alle Amberger Pfarreien, einschließlich der Pfarrei St. Antonius Kümmersbruck, um jeweils 15 Uhr Andachten und um 19 Uhr Abendmessen mit den Gläubigen aus Amberg im Sebastianskircherl feiern. Am Sonntag, 20. Januar, dem Patrozinium der Sebastianskirche, findet die Winterbergfestwoche ihren Abschluss in einem Gottesdienst um 10 Uhr, den die Pfarrei St. Georg mit den Gläubigen feiert. 
Die Barockkirche St. Sebastian präsentiert sich als ein kleines und nicht sehr hochragendes Pendant zur weit über Amberg aufragende Mariahilfbergkirche. Wenn auf dem Mariahilfberg im Sommer das große Bergfest gefeiert wird, so wird alljährlich in der Sebastianskirche zu Ehren des Kirchenpatrons anlässlich seines Gedenktags das Winterbergfest gefeiert. Eine steinerne Widmungstafel über dem Kirchenportal gibt Auskunft darüber, dass an der Stelle der heutigen Sebastianskirche schon ein Vorgängergotteshaus zu Ehren des hl. Sebastian, des Pestpatrons gestanden hat. Das Patronat weist darauf hin, dass sich bei der Kirche ein alter Pestfriedhof befunden hat. Die damalige Pestkirche stammt von 1473, deren drei Altäre und das Dach 1557 abgebrochen und die Mauern bis 1566 als Steine für die neue Friedhofsmauer bei Katharina zweckentfremdet wurden. Der enormen Tatkraft des Amberger Schusters Haider ist es zu verdanken, dass die Sebastianskirche 1710 auf den alten Fundamentmauern wiederaufgebaut wurde. (ads)  
Bericht und Foto: Adele Schütz