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Katholische Pfarrei
St.Georg

St. Katharina erstrahlt in neuem Glanz





Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Die Friedhofskirche St. Katharina in Amberg ist wieder geöffnet. Ein Geburtstagskind aus Regensburg war bei der Feier dabei. 

Amberg.Auf die Frage, wo er an diesem Sonntag seinen Geburtstag feiern würde, antwortete Weihbischof Reinhard Pappenberger: „Auf einem Friedhof!“ Zur feierlichen Einweihung der neu renovierten Kirche auf dem Katharinenfriedhof zelebrierte der Geistliche eine Pontifikalmesse. Die Kirchenbesucher sangen dann auch ihm zu Ehren ein Geburtstagsständchen vor dem Gottesdienst. Die Kirchengemeinde St. Georg feierte eine gelungene Renovierung , die allerdings von schwierigen Umständen begleitet war.

„Es ist wirklich ein schöner Ort geworden“, lauteten die anerkennenden Worte des Bischofs zum Ergebnis der Renovierung. Pappenberger hob die Spendenbereitschaft der Gläubigen ebenso hervor wie die Leistung des Bauherrn und des Architekten, nachdem ja die Umstände nicht einfach gewesen seien. „Und diese können auch manchmal vom Ordinariat kommen“, nannte der Bischof auch gleich den Urheber der Probleme. Die kirchliche Behörde in Regensburg hatte nämlich ursprünglich ihre Zustimmung auf die Innenrenovierung verweigert.

Diözese will nur Außensanierung

Anerkennende Worte zollte auch Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny der Kirchenverwaltung von St. Georg und dem Architekten. „Die Kirche ist wieder etwas Besonderes. Es ist wunderschön, sie so wieder neu zu erleben“, sagte Cerny. Pfarrer Markus Brunner, als Dekan der Pfarrei St. Georg der Hausherr von St. Katharina, habe großes Durchhaltevermögen bewiesen.

Die Diözese wollte ursprünglich zwar die Renovierung der Außenfassade, nicht aber die Innenrenovierung unterstützen. Es habe sich aber herausgestellt, dass gerade die Innensanierung der Kirche vielen Ambergern ein Anliegen sei. Von der Begeisterung des Dekans für die Sanierung, so Cerny, habe sich schließlich auch die Stadt Amberg anstecken lassen. Angefangen hatte alles im Sommer 2012. Teile des Putzes an der Decke der Kirche hatten sich gelöst und stürzten herab. Die Kirche musste aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Fast sieben Jahre sind seitdem vergangen. Es dauerte mehr als fünf Jahre, bis die Sanierungsarbeiten überhaupt beginnen konnten. Hintergrund der Verzögerung waren nicht nur bürokratische Hürden, sondern auch der Beschluss der Diözese, die Innenrenovierung nicht zu unterstützen. Erst eine große Unterschriftenaktion habe schließlich zum Erfolg geführt. „Mehr als 3000 Personen sendeten mit ihrer Unterschrift ein Signal in Richtung Regensburg“, erklärte Brunner. Mit einem „Vergelt´s Gott“ bedankte er sich daher auch bei den vielen Spendern. Sie hätten dazu beigetragen, dass Amberg mit St. Katharina ein sakrales Kleid hinzugewonnen habe. Aus einem alten Gebäude aus dem Jahr 1382 mit Schimmel an den Wänden, Modergeruch und verrußten Decken hat Architekt Heinrich Schirzer eine schmucke Kirche gemacht. Viele Baustile waren in dem Gebäude vereinigt. Das ursprünglich gotische Bauwerk hatte an seiner Südseite einen Anbau im Renaissance-Stil erhalten. Später kamen barocke Elemente hinzu, dazu eine Orgel im Rokoko-Stil. Bei der Innenrenovierung hatte man sich nun entschieden, den neugotischen Stil als Hauptstilrichtung zu verwenden.

Innenraum wurde aufgewertet

Viele kleine Dinge, erläuterte Architekt Reinhard Schwirzer bei einer Kirchenführung am Sonntagnachmittag, wurden verändert und werten dadurch den Innenraum auf. So erhielten alle Bereiche wie der Altar, die Kreuzweg-Bilder etc. eine indirekte Beleuchtung, was dem gesamten Raum mehr Tiefe gibt. Die beiden Seitenaltäre, ein besonderes Anliegen von Dekan Brunner, wurden rekonstruiert. Der historische Fußboden blieb erhalten. „Mit der renovierten Kirche im Katharinenfriedhof ist ein Ort der Ruhe für viele Gläubige in ihrer Trauer um ihre Angehörigen entstanden“, betonte Dekan Brunner. Er bedankte sich nicht nur beim Architekten, sondern auch bei den vielen Spendern und seinem Pfarrgemeinderat. Gemeinsam mit vielen Mitstreitern hat hier die Pfarrei St. Georg auf dem Katharinenfriedhof für Trauernde einen Ort der Ruhe und Einkehr geschaffen.

Foto und Bericht: Gerd Spies