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Katholische Pfarrei
St.Georg

Immer weniger Gottesdienstbesucher:

Pfarrei St. Georg reduziert Mess-Angebot


Messangebot reduziert


Immer weniger Gottesdienstbesucher:

Pfarrei St. Georg reduziert Mess-Angebot


"Die Zeichen der Zeit verstehen - und danach handeln": Pfarrer Markus Brunner hat die Entscheidung getroffen, die zwei bisherigen Sonntagsgottesdienste in der Amberger Georgskirche auf eine Messe um 10 Uhr zu reduzieren.

"Diese Handlungsmaxime ist der Realität geschuldet. Man kann sich zwar etwas vormachen, aber es ändert nichts an den reellen Gegebenheiten. Deshalb ist es nur vernünftig, sein Handeln danach auszurichten, was der jeweiligen Herausforderung adäquat entspricht", erklärt Brunner. Es lasse es sich nicht wegleugnen, dass die Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher rasant zurückgehe. Die jüngste Kirchenzählung habe gezeigt, dass der Kirchenbesuch in St. Georg, gemessen an der Katholikenzahl, bei gerade einmal 6,8 Prozent liege. "Das ist alles andere als berauschend", sellt Dekan Brunner fest und ergänzt: "Dass die Bereitschaft zur Sonntagsheiligung durch den Messbesuch nachlässt, ist nicht nur ein Phänomen, das St. Georg betrifft, denn überall in der Stadt und auf dem Land werden die Kirchen leerer." Das Seelsorgeteam habe nach seinen Aussagen seit längerem diese Tendenz beobachtet, das Votum von Pfarrangehörigen eingeholt und sich mit dem Pfarrgemeinderat zu diesem Thema beraten. Als Resultat dieses Prozesses sei laut Brunner nun der einhellige Beschluss gefasst worden, dass es besser sei, in der Stadtpfarrkirche einen vormittäglichen Sonntagsgottesdienst mit hoffentlich mehreren Teilnehmern zu feiern, als zwei Messen anzubieten, die im Ganzen gesehen eher dürftig besucht seien.

"Nicht nur für die Zelebranten, sondern auch für die Mitfeiernden ist doch ein volleres Gotteshaus mit vielen Betern und Sängern mitreißender und angenehmer als eine dürftige, sich im großen Kirchenraum verlierende Gemeinde", betont der Dekan. Konkret bedeutet das: Mit Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Dezember werden die beiden Sonntagsgottesdienste um 9.30 Uhr und 11 Uhr zu einem Gottesdienst um 10 Uhr zusammengefasst. In St. Sebastian wird die Messe eine halbe Stunde später wie bisher gewohnt um 9 Uhr gefeiert.

Hier nun eine Gesamtübersicht des Gottesdienstangebotes; bei den Abendmessen ist die Winterzeit angegeben, in der Sommerzeit beginnen diese Gottesdienste bekanntermaßen eine Stunde später: Luitpoldhöhe St. Barbara Samstagabend 16 Uhr und St. Georg Samstagabend 17 Uhr, Sonntagvormittag 10 Uhr und am Abend um 17 Uhr in St. Georg von Oktober bis Mai im Winter im Kongregationssaal im Sommer um 18 Uhr. Die Sonntagsmesse wird in St. Sebastian nun um 9 Uhr gefeiert. Dekan Brunner ist sich bewusst, dass Änderungen nicht bei allen Leuten Begeisterungsstürme auslösen, aber seiner Meinung nach nütze es nichts, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Er macht bewusst. „Wir bitten zu bedenken, dass das Gottesdienstangebot nach wie vor als sehr großzügig zu bezeichnen ist. In der Pfarreiengemeinschaft sind am Wochenende immerhin fünf Sonntagsmessen! Andere Pfarreien können von so einem Angebot nur träumen“.

Text: Adele Schütz
Archivbild: Petra Hartl