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Katholische Pfarrei
St.Georg

Pfarrbrief Nr. 36


Gedenkgottesdienst, Kirchenverwaltungssitzung, Konzert des Polizeiorchesters Bayern – Vorabendmesse im Kongregationssaal, Patrozinium St. Katharina, Segnung der Adventskränze, Kollekte für Kirchenheizung, Zählung der Gottesdienstbesucher, Jahreskalender 2011 erhältlich, Schriftzeugnis für St. Sebastian, Diakonenweihe, Adventliches Konzert im Kongregationssaal

Gedenkgottesdienst

„Schenke jedem Lebenden deine Gaben. Und auch den Toten versag’ deine Liebe nicht! Entziehe dich nicht den Weinenden, vielmehr trauere mit den Trauernden!“ (Sir 7,33 f.)

Es ist ein Werk der Barmherzigkeit, Verstorbene zu begraben und Trauernde zu trösten. Vor die­sem Hintergrund lädt die Pfarrei  St. Georg am Donnerstag, den 25. November, um 17.00 Uhr in die Friedhofskirche St. Katharina zu einem Wortgottesdienst ein.

Kirchenverwaltungssitzung

Die Mitglieder der Katholischen Kirchenverwaltung treffen sich zur Sitzung am Donnerstag, den 25. November, um 19.30 Uhr in der Pfarrerwohnung.

Konzert des Polizeiorchesters Bayern – Vorabendmesse im Kongregationssaal

Wegen des Konzerts des Polizeiorchesters Bayern am Samstag, den 27. November, um 19.00 Uhr wird die Vorabendmesse um 17.00 Uhr in den Kongregationssaal verlegt. Die Beichtgelegenheit und der Rosenkranz müssen entfallen.

Patrozinium St. Katharina

Der 25. November ist der Gedenktag der heiligen Katharina. Wir wollen das Patrozinium unserer Friedhofskirche in festlicher Weise am Sonntag, den 28. November, um 8.30 Uhr begehen.

Segnung der Adventskränze

Bei allen Gottesdiensten zum 1. Advent – auch bei der Vorabendmesse im Kongregationssaal - werden die Adventskränze gesegnet. Dazu sind wir gebeten, unseren eigenen Adventskranz am linken Seitenaltar (Altar des heiligen Ignatius) abzulegen. Wir danken in diesem Zusammenhang Frau Thekla Rupprecht, die wieder die Adventskränze in der Stadtpfarrkirche und in St. Sebastian gebunden und somit gespendet hat.

Kollekte für Kirchenheizung

Jedes Jahr, wenn der Winter kommt, läuft es uns kalt den Rücken runter, wenn wir an die Behei­zung unserer Stadtpfarrkirche denken. Das dürfen wir buchstäblich und im übertragenen Sinn verstehen. Die enorme Höhe und die vielen Fenster machen es unmöglich, dass es in unserem Gotteshaus so warm ist wie etwa in anderen, kleineren Kirchen. Wollte man das bewerkstelligen, würde das ungeheuere Heizkosten nach sich ziehen.

Ein starkes Heizen wäre außerdem für den Raum selbst schädigend, weil damit eine rasche Verru­ßung einhergeht. Deshalb bitten wir um Verständnis, warum es in St. Georg halt nicht wärmer sein kann. Damit wir die große Kirche einigermaßen heizen können – was auch schon einige Kos­ten verursacht – bitten wir um Ihren Beitrag. Die Kollekte zum 1. Advent ist deswegen für die Kirchenheizung bestimmt. Vergelt’s Gott im Voraus!

Zählung der Gottesdienstbesucher

Bei den Gottesdiensten am Sonntag, den 14. November, fand die vorgeschriebene Zählung der Gottesdienstbesucher statt. Hier die Ergebnisse (in Klammern die Zahlen der Herbstzählung 2010):

St. Georg 914 (813)

St. Sebastian 92 (94)

Gottesdienstbesucher insgesamt 1.006 (907)

Gemessen an der Zahl der Pfarrangehörigen (rund 7.430 Katholiken) liegt der Anteil der Gottes­dienstbesucher diesmal bei 13,5 %. Im Februar 2010 besuchten 13,7 % den Sonntagsgottesdienst, im November vergangenen Jahres waren es 12,1 %.

 

Jahreskalender 2011 erhältlich

Mittlerweile zum vierten Mal bringt unsere Pfarrei einen Jahreskalender heraus. Der Titel „Zeu­gen aus Stein und Geist“ soll darauf verweisen, dass sich in unseren Sakralbauten Kunst und Glau­be vereinigen. Dem entsprechend zeigen die einzelnen Kalenderblätter Außenaufnahmen der Kir­chen und Kapellen in der Seelsorgeeinheit St. Georg – St. Barbara. Das gelungene Werk ist zum Preis von 3,50 € im Stadtpfarramt oder in der Sakristei erhältlich. Erstmals wird der Jahreskalen­der bei den Messen zum 1. Adventssonntag, den 28. November (einschließlich Vorabendmesse im Kongregationssaal), angeboten. Weitere Verkaufsstellen sind:

Bäckerei Birkl

Buchhandlung C. Mayr

Metzgerei Englhard

Familie Hüttner, Bauernmarkt

Der Erlös kommt den Belangen der Pfarrei St. Georg zu Gute. Bitte unterstützen Sie uns mir Ih­rem Kauf!

Schriftzeugnis für St. Sebastian

In den letzten Pfarrbriefen waren die Schriftstücke abgedruckt, die bei vergangenen Renovierun­gen an der Sebastianskirche in die Kugel der Turmspitze gegeben wurden. Auch ein Zeugnis aus unserer Zeit soll nicht fehlen. Das Schreiben liegt diesem Pfarrbrief bei.

Diakonenweihe

Am Samstag, den 4. Dezember, erteilt Bischof Gerhard Ludwig in Regensburg-Burgweinting acht Männern die Diakonenweihe, darunter unser Praktikant Franz Pfeffer. Einen eigenen Bus setzen wir zwar nicht ein, doch wäre es vorstellbar, private Fahrgemeinschaften zum Weihegottesdienst um 10.00 Uhr zu bilden. Vergessen wir vor allem nicht, die Weihekandidaten mit unserem Gebet zu begleiten.

Adventliches Konzert im Kongregationssaal

Das böhmische Vokal- und Instrumentalensemble Rebelcanto gibt am 2. Adventssonntag, den 5. Dezember, um 18.30 Uhr ein Konzert im Kongregationssaal. Durch erfolgreiche Auftritte in ganz Europa erreichte das Ensemble einen hohen Bekanntheitsgrad. So erreichte Rebelcanto beim in­ternationalen Chorfestival in Riva del Garda (Italien) vor Jahren den ersten Platz. Ein ansprechen­des, künstlerisch hochwertiges Konzert scheint ohne Zweifel gewährleistet zu sein. Karten zu 10 € gibt es an der Abendkasse und an folgenden Vorverkaufsstellen:

Pfarrbüro St. Georg

Buchhandlung C. Mayr

Amberger Zeitung


Kirchenmusik

Festmesse zur Fahnenweihe

Die Eucharistiefeier am Christkönigssonntag, den 21. November, um 9.00 Uhr anlässlich der Fah­nenweihe unseres Katholischen Frauenbundes St. Georg wird von der Chorgemeinschaft St. Ge­org, einem Bläserensemble und Solisten festlich umrahmt. Wir hören die Missa antiqua von Wolf­ram Menschick. Die Leitung liegt in den Händen von Thomas Falk.

Familiengottesdienst am 1. Advent

Es ist mittlerweile Tradition, dass „Mosaik“ aus Rieden alljährlich einen Gottesdienst im Advent mit rhythmischen Liedern musikalisch gestaltet. Diesmal ist es der Familiengottesdienst am 1. Ad­ventssonntag, den 28. November, um 10.30 Uhr. Vielen Dank, „Mosaik“, für Euere treue Bereit­schaft und für die schöne Musik!

Adventliche Musik in St. Georg

Keine andere Kirchenjahreszeit rührt unser Herz so sehr an wie der Advent. Besonders die Musik lässt uns innehalten und ruhig werden. Während der gesamten Adventszeit können wir in den Gottesdiensten unterschiedliche musikalische Stilrichtungen erleben:

1. Adventssonntag, 28. November
10.30 Uhr - Familiengottesdienst: Gruppe „Mosaik“

2. Adventssonntag, 5. Dezember
10.30 Uhr - Familiengottesdienst: Ministrantenband
18.30 Uhr - Kongregationssaal: Konzert „Rebelcanto“

4. Adventssonntag, 19. Dezember
10.30 Uhr - Familiengottesdienst: Familienchor

Mittwoch, 22. Dezember
19.30 Uhr – Kongregationssaal: Adventskonzert des Max-Reger-Gymnasiums


Taufen

37.) Julian Heisler, Bad Mergentheim
38.) Felicitas Schindler, Amberg

Beerdigungen

93.) Renate Hammer, 70 Jahre, Amberg
94.) Manfred Segerer, 67 Jahre, Amberg

Anno Domini 2010 - Im Jahre des Herrn 2010

Wie viele Jahre und Jahrzehnte mögen wohl vergangen sein von der Abfassung dieser Zeilen bis zu dem Zeitpunkt, da der Leser dieses Papier nun in seinen Hän­den hält?! Mit diesem Schreiben soll an die Renovierung der Kirche St. Sebastian erinnert werden, die von Frühjahr 2010 bis Frühjahr 2011 durchgeführt wurde. Über Planung, Umfang und Ablauf der Arbeiten informiert eine gesonderte, beilie­gende Aufstellung des Bauleiters. Wir folgen dem Beispiel unserer Vorfahren, die in die Hohlkugel der Turmspitze Zeugnisse über Restaurierungsarbeiten an der Sebastianskirche aus den Jahren 1812, 1856, 1876, 1882 und 1934 zur Erinne­rung an die Nachwelt gegeben haben. Reproduktionen dieser Schriftstücke sind diesem Schreiben beigegeben. Die Originale sind im Katholischen Stadtpfarramt St. Georg deponiert, ebenso eine Plakette aus dem Jahr 1934, die an die 300jährige Wallfahrt auf den Mariahilfberg erinnert.

Bei der Abfassung dieser Schrift lenken folgende Personen Kirche und Staat: Seit dem Jahr 2005 ist Papst Benedikt XVI. Oberhaupt der katholischen Kirche, im November 2002 wurde Gerhard Ludwig Müller zum Bischof von Regensburg ge­weiht. Bundespräsident ist seit Juli 2010 Christian Wulff und seit dem Jahr 2005 regiert Angela Merkel als Bundeskanzlerin die Bundesrepublik Deutschland. Mi­nisterpräsident des Freistaates Bayern ist seit 2008 Horst SeehofeMosaik“, für Euere treue Bereit­schaft und für die schöne Musik! r und Wolfgang Dandorfer steht seit dem Jahr 1990 der Stadt Amberg als Oberbürgermeister vor. Die Stadtpfarrer von St. Georg seit Wiedergründung der Pfarrei am 18. Juli 1923 waren bis dato:

1923-1935 Franz Xaver Weiß
1935-1954 Karl Hof
1954-1965 Matthias Treiber
1965-1973 Rupert Fochtner
1973-2003 Johann Roidl
Seit 2003 Markus Brunner

Seit seinem Ruhestand im Jahr 2003 hat der vormalige Stadtpfarrer von St. Ge­org, Prälat Johann Roidl, die seelsorgerliche Betreuung dieses Gotteshauses über­nommen. Immer wieder fanden sich auch in den Zeiten zuvor Ruhestandspries­ter, die gleichzeitig im benachbarten Priesterhaus wohnten, um in der Sebas­tianskirche den Gottesdienst mit den Gläubigen zu feiern.

Was die Verankerung der Religion in der Gesellschaft um das Jahr 2010 anbe­langt, befindet sich der kirchliche Grundwasserspiegel in einem fortschreitenden Prozess der Absenkung. Besonders unsere katholische Kirche ist unter dem Vor­wand der Meinungsfreiheit permanenter Zielpunkt beißender Kritik und aggressi­ver Anfeindungen. Ursachen liegen in einer mittlerweile grundlegenden Skepsis gegenüber Tradition, Institution und Autorität. Für das Kirchenbewusstsein im ka­tholischen Sinn hat diese Einstellung in den vergangenen Jahrzehnten eine auflö­sende Wirkung nach sich gezogen. Hinzu kommt ein liberal-individualistisches Konsumdenken, das die moderne Gesellschaft in ihrer eigentlichen Form prägt.

Eine derartige Haltung führt auch bei Gläubigen, die aktiv am Leben der Kirche teilnehmen, bloß noch zu einer teilweisen Identifikation mit der kirchlichen Glau­benslehre und Praxis. Der Heilsdienst der Kirche wird von den Meisten nur inso­weit in Anspruch genommen, als er den je persönlichen Bedürfnissen nützlich er­scheint. Schließlich sieht sich die Kirche einer fortschreitenden Zersetzung des volkskirchlich - katholischen Milieus konfrontiert, das stillschweigend manch ver­bindlichen Glaubensanspruch hintanstellt in der schwachen Hoffnung, der Kirche überhaupt noch eine gesellschaftlich relevante Restwirksamkeit zu ermöglichen.

Obwohl die verfassungsmäßige Garantie der Religionsfreiheit gegeben ist, stellt die Erfahrung der Realität von selbst die Frage, ob über die Gewährung des religi­ösen Vollzugs in Kult und sozialem Einsatz hinaus die geistlichen Grundlagen und das Selbstverständnis der katholischen Kirche an sich genauso akzeptiert und ge­achtet werden wie bei anderen Religionen und christlichen Konfessionen. Ohne sich der Übertreibung und einem eventuellen Selbstmitleid hingeben zu wollen, kann von einer zunehmenden Ablehnung in der Bevölkerung und einem schlei­chenden, jedoch spürbaren Prozess der Säkularisierung gesprochen werden, des­sen Ziel eine nachhaltige Unterbindung christlicher Grundvollzüge und eine Ein­grenzung des Christentums bzw. der katholischen Religion auf die rein private Ebene zu sein scheint. Sowohl die Politik in zunehmendem Maße als auch die öffentlichen Meinungsträger und die Mehrheit der Bürger können und wollen immer weniger erkennen, dass die Kirche von Gott selbst gegründet wurde und somit – trotz der Schwächen und der Schuld ihrer Glieder – den Heiligen Geist in sich trägt, der die Menschen durch Glaube und Nächstenliebe zusammenführen und zum allgemeinen Wohl zusammenhalten möchte. Gebe Gott, dass die Menschen in unserer Stadt, in unserem Land und dem einst christlich geprägten Europa den Wert der Religion neu entdecken und Gottes Werk, die Kirche, die ja Künderin der Frohen Botschaft und Mittel zur Erlangung des Heils ist, durch Gebet und Mitarbeit fördern und bereichern.

Bei all dem gibt es noch Gläubige, die als „heiliger Rest“ ihre Liebe zu Gott und ihre Anhänglichkeit an die Kirche, der sie durch das Wasser der Taufe eingeglie­dert wurden, überzeugt darlegen und bewusst leben. Obwohl der Kirchenbesuch in der Pfarrei St. Georg bei lediglich rund 13 % liegt, beleben diese wahren Chris­ten die Gemeinde durch ihr Gebet und Engagement in vielfältigen Gruppen oder in ganz persönlicher Weise. Erfreulich ist die Tatsache, dass vom Kind bis zum Menschen im gereiften Alter alle Generationen mit Freude und Verlässlichkeit Zeugnis von ihrem Glauben ablegen. Die Pfarrgemeinde darf trotz der beklagens­werten Situation in Kirche und Gesellschaft dankbar sein, dass sie eine gewisse Lebendigkeit in sich trägt, welche die Christen untereinander verbindet und da­durch Solidarität und Bestärkung im gemeinsamen Glauben stiftet. Als ein Bei­spiel, das sich konkret auf die Sebastianskirche bezieht, dient die enorme Spen­denbereitschaft der Pfarrangehörigen zur Unterstützung der Restaurierungsarbei­ten.

Das Zusammenwirken der Geistlichen bzw. Seelsorger, der haupt- und ehrenamt­lichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. der Pfarrangehörigen an sich zeitigt so immer wieder und auf verschiedene Art und Weise seine Früchte. Die Erfah­rung von einer bewussten Entscheidung für den christlichen Glauben und für die katholische Kirche ist ein ermutigendes Zeichen, dass Gottes Geist tatsächlich wirkt und uns in die Zukunft begleiten wird. Der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., hat das bezeichnende Wort geprägt: „Wer glaubt, ist nie allein, im Leben nicht und auch im Sterben nicht.“ Und letztendlich bauen wir ja auf die Verhei­ßung unseres Herrn Jesus Christus: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Johannes 28,20). So legen wir die Zukunft in Gottes Hand. Wir erbitten Seinen Segen für diese Kir­che St. Sebastian, für unsere Pfarrgemeinde von St. Georg, für die Stadt Amberg, für unsere bayerische Heimat und unser deutsches Vaterland, für unseren Heili­gen Vater, die Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute und schließlich für alle Christgläubigen, ja für alle Menschen guten Willens, damit sie als Schwestern und Brüder des einen himmlischen Vaters einander beistehen und dienen und dass Friede unter den Völkern der Erde herrsche, Einigkeit und Wohlfahrt, Solidarität und Vertrauen. Möge die Menschheit sich wieder bewusst werden, dass unser Le­ben nicht lediglich ein Ergebnis der Evolution oder ein glücklicher Zufall ist, son­dern dass uns der Schöpfer ins Leben rief. Ihm, der zugleich unser Erlöser ist, sol­len auch die künftigen Generationen in Glauben und Liebe verbunden bleiben, damit der Mensch Zufriedenheit und Glück auf Erden und einst das ewige Heil er­langen möge.

Gegeben zu Amberg, am Fest der heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael,
den 29. September 2010

gez. Markus Brunner
Stadtpfarrer von St. Georg