Slide background

Katholische Pfarrei
St.Georg

Pfarrbrief Ostern - 01.Mai 21


Februar 2021

Die Tradition des Heiligen Grabes

Der religiöse Brauch, in katholischen Kirchen ein Heiliges Grab zu errichten, geht auf das frühe Mittelalter zurück. Überliefert ist, dass zur Zeit des Barock die Jesuiten in ihrer Kollegskirche St. Georg ein monumentales Heiliges Grab aufgebaut hatten, das viele Beter aus der Stadt und darüber hinaus anzog. „Theatrum sacrum“ eben – das für die Barockzeit so typische „Heilige Theater“. Dieser religiöse Brauch ist dem Purismus der nachkonziliaren Zeit weitgehend zum Opfer gefallen, sprich in den vergangenen Jahrzehnten wurden Ausdrucksformen des Volksglaubens als unzeitgemäß betrachtet und beseitigt.

Kurioserweise will der moderne Mensch wieder mit den Sinnen erfahren. So auch im Kontext der Liturgie; er will hören (Gesang, Gebet), schmecken (Hostie), riechen(Weihrauch), sehen und tasten (religiöses Brauchtum). Unter diesem Blickwinkel erlebt auch das Heilige Grab eine Renaissance. Es wird vermehrt aus den verstaubten Dachböden geholt, um den Gläubigen sprichwörtlich vor Augen zu stellen, was wir am Karfreitag feiern und was der Inhalt des Karsamstages ist.

Vergewissern Sie sich selbst und besuchen Sie am Karfreitag oder Karsamstag in unserer Barbarkirche das Heilige Grab Jesu, um davor zu verweilen und zu beten.