Katholische Pfarrei
St. Georg

Suresh Babu Kanumuri aus Indien neuer Kaplan in St. Georg

 

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Pfarrer Markus Brunner (rechts) freut sich, mit Kaplan Suresh Babu Kanumuri aus Indien erstmals einen Kaplan aus der Weltkirche in St. Georg Amberg begrüßen zu können.
 
   
 

Im Herbst steht der Pfarrei St. Georg Amberg wieder ein Kaplan-Wechsel bevor. Suresh Babu Kanumuri kommt aus Indien. Anfang September tritt er seinen Dienst an; mit bayerischen Gewohnheiten kennt er sich bereits bestens aus.

Pfarrvikar Stefan Danko aus Slowenien bereichert laut Pfarrer Markus Brunner schon seit einigen Jahren das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Georg Amberg. Nun wird es noch internationaler. Der neue Kaplan Suresh Babu Kanumuri, der im September anfängt, stammt aus Indien. Brunner hofft, dass der Neuzugang Erfahrungen aus der Kirche seiner Heimat und aus einem anderen Kulturkreis einbringt und damit neue Impulse in der Glaubensvermittlung setzt.

Suresh Babu Kanumuri stammt aus dem kleinen Dorf Maramreddy Palli, wo er in eine katholische Familie hineingeboren wurde. Aufgewachsen ist er mit sieben Geschwistern. Sein Vater war Katechet in der kleinen katholischen Dorfkirche. Seit seiner Kindheit hatte der neue Kaplan laut Brunner deshalb "eine sehr gute Beziehung zur Kirche" und half seinem Vater bei der Arbeit so oft es ging. Daher komme auch seine frühe kirchliche Prägung. Diese verstärkte sich, als der ortsansässige Priester Kanumuris Interesse an der Kirche erkannte und ihn in andere Filialkirchen mitnahm.

Auch Philosophie studiert

Die Unterstützung des Pfarrers ließ in Kanumuri den Wunsch reifen, selbst Priester zu werden. Allerdings gibt es in Indien laut Brunner keine spezifische Ausbildung zum katholischen Priester. Im Alter von 17 Jahren war der Entschluss gereift, Priester zu werden, worauf der neue Kaplan in ein Knabenseminar eintrat. Nach erfolgreichem Schulabschluss studierte er drei Jahre Philosophie, bis die Anfrage seines Bischofs kam, ob er zu einem Theologiestudium in Deutschland bereit wäre. Suresh Kanumuri stimmte zu. 2014 wurde er als Priesteramtskandidat von der Diözese Regensburg aufgenommen.

 

Zunächst in Niederbayern

Für ihn stand nach seiner Ankunft in Deutschland und der Aufnahme im Priesterseminar ein einjähriger Sprachkurs an, um des Deutschen mächtig zu werden, dann erst folgte das Studium der Theologie an der Universität Regensburg. 2020 beendete er sein Studium erfolgreich und begann im September 2020 sein praktisches Jahr in der Pfarrei St. Johannes Ottering (Niederbayern), wo er erste Erfahrungen in der Praxis für sein späteres Wirken als Priester und Seelsorger sammeln konnte. Die Priesterweihe war am 25. Juni im Regensburger Dom mit neun anderen Weihekandidaten.

Nun tritt er in St. Georg seine erste Kaplanstelle an. Er freut sich nach seinen Aussagen darauf, die Pfarrfamilienmitglieder kennenzulernen und sich auf die Leute und Gegebenheiten in der Pfarrei einzustellen. Seine wichtigste Aufgabe sieht er darin, für die Pfarrfamilienmitglieder in jeder Lebenssituation da zu sein und ihnen Christus näher zu bringen. Sein Primiz-Spruch lautete: „Mein Herr und mein Gott“. Und so vertraue er ganz auf Gottes Wirken. Ohne Erwartungen: „Ich lasse es auf mich zu kommen, wie es kommt. Für mich ist es wichtig, dass ich bei den Menschen bin und sie in schweren und schönen Zeiten begleite und ihnen Gottes Botschaft und Nähe bringe.“

Fotos und Bericht: Adele Schütz