Katholische Pfarrei
St. Georg
♦ Begeisterndes Orgelkonzert mit Christoph Bossert

Prof. em. Christoph Bossert begeisterte an der neuen Klais-Orgel in St. Georg mit seinem virtuosen Spiel und seiner klugen und einfühlsamen Registrierung des Instruments. (Bild: Peter Ringeisen)
Der mittlerweile emeritierte Prof. Dr. Christoph Bossert (*1957 leitet eine internationale Forschungsgesellschaft zu Johann Sebastian Bachs Leben und Werk. Die von ihm konzipierte Klais-Orgel der Hochschule für Musik Würzburg (2016/2024) wird international beachtet. Sein Projekt zur Digitalisierung und Vernetzung der Orgellehre trägt zur weltweiten Verbreitung der Orgelkunst bei.
Mit vollem strahlenden Tutti-Klang eröffnete Bossert das Konzert in der Amberger Pfarrkirche St. Georg: Max Regers Choralvorspiel zu „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ (aus op. 67) tönte mächtig durch das Kirchenschiff, mit der bekannten Melodie im Pedal. Bei Bachs Choraltrio „Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“ (BWV 655) arbeitete er die drei Stimmen transparent heraus.
Aus Pachelbels Werk präsentierte Bossert zwei gegensätzliche Toccaten: die extrovertierte C-Dur-Toccata mit kräftiger Pedalposaune und die introvertierte g-Moll-Toccata mit dem schwebendem Klang des Registers „Piffara“.
Das zentrale Werk war Bachs Toccata, Adagio und Fuge C-Dur (BWV 564). Das Pedalsolo in der technisch sehr anspruchsvollen Toccata meisterte Bossert souverän und gestaltete die folgenden Melodiebögen dialogisierend und spannend.
Mendelssohns Präludium und Fuge e-Moll (op. 35/1), ursprünglich für Klavier, spielte Bossert feinfühlig auf der Orgel, wobei er das romantische Potential des Instruments voll ausnutzte. Zum Abschluss erklang Max Regers Phantasie über den Choral „Halleluja! Gott zu loben bleibe meine Seelenfreud‘!“ (op. 52/3) eindrucksvoll. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus.
Bossert gratulierte der Pfarrei St. Georg zur hervorragenden Klais-Orgel, an deren Entstehung er durch Gespräche mit Intonateur Andreas Saage und Prof. Martin Sturm beteiligt war. Die ersten vier Konzerte zeigten die umfangreichen Möglichkeiten des Instruments eindrucksvoll. Weitere Programmpunkte sind im Flyer „Farbenfrohe Orgelklänge“ auf www.georgsorgel.de zu finden.
Bericht und Foto: Peter Ringeisen - onetz
♦ Neuerscheinung: Jubiläumsbuch zum 400-jährigen Jubiläum der MMC Amberg

Die Marianische Männer-Congregation Amberg kann heuer auf ihr 400-jähriges Bestehen zurückblicken. Zum ersten Höhepunkt des Festjahres, dem Jubiläumshauptfest, begrüßte Stadtpfarrer BGR Markus Brunner, Zentralpräses der Kongregation, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer als Zelebranten des Festgottesdienstes. Das Erscheinen der von der Kongregation unter dem Titel „Ambergs Kongregationen in Vergangenheit und Gegenwart“ herausgegebenen Chronik, die vom Verlag Michael Laßleben Kallmünz in sein Verlagsprogramm aufgenommen wurde, bildet einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr.
Das reich bebilderte Buch wurde von zwei Autoren verfasst: von Dr. Johannes Laschinger, dem ehemaligen Amberger Stadtarchivar und von Stadtpfarrer Markus Brunner. Liegt in dem Part von Laschinger der Akzent auf der Geschichte der Kongregation, so legt Brunner seinen Schwerpunkt auf die Rekatholisierung Ambergs und der Oberpfalz durch das Wirken der Jesuiten. Für ein ansprechendes Erscheinungsbild des Buches, das zum Preis von 19,95 Euro im Buchhandel und im Pfarrbüro St. Georg erworben werden kann, sorgte Franz Meier.
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich überall, wo sich die Jesuiten niederließen, sie nach dem Vorbild der 1563 am römischen Kolleg errichteten Gemeinschaft Marianische Kongregationen gründeten; in Amberg erfolgte deren Gründung 1626. Im 17. Jahrhundert wurden die Sodalitäten, die großen Anteil an der religiös-kirchlichen Erneuerung hatten, nach Alter und ständischer Ordnung in verschiedene Kongregationen für Studierende, Bürger und „Herren“, in der Regel zumeist adelige Mitglieder der Regierung Amberg, gestuft und gegliedert. Letztere finden sich bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts häufig als Präfekten, weltliche Leiter, der Kongregation.
Die Kongregation verfügt seit 1678 über ihren prächtigen Barocksaal, dessen Zweitausstattung im Stil des Rokoko 1766 ihren Abschluss fand. Sie war aber auch Trägerin von in jesuitischem Geist geprägten, barocken Inszenierungen des katholischen Glaubens, wie theatralischen Aufführungen, religiösen Festen und prunkvollen Prozessionen.
Trotz des Wegfalls ihres geistig-religiösen Fundaments mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 gelang es der Kongregation bis zum heutigen Tag fortzubestehen.
Bericht: Michael Koller
♦ Brillantes Orgelkonzert mit Andreas Merl

Andreas Merl an der Klais-Orgel in St. Georg Amberg (Bild: Peter Ringeisen)
Andreas Merl ist nicht nur Organist in St. Konrad Schwandorf-Ettmannsdorf, sondern seit vielen Jahren auch überregional durch diverse Auftritte bekannt. Mit seinem Konzert an der neuen Klais-Orgel in St. Georg Amberg nahm er aufs Kirchenjahr Bezug und schnitt sein Programm auf Christi Himmelfahrt und die Pfingstzeit zu. Mit großer technischer Souveränität und beeindruckendem Klangsinn machte er seine gedankliche Durchdringung des Inhalts der von ihm gespielten Werke hörbar und bescherte dem zahlreichen Publikum eine Entdeckung wieder neuer Klangwelten auf diesem hochklassigen Instrument.
Gleich beim ersten Stück, Nicolas de Grignys „Veni Creator”, bewies Andreas Merl, dass die Klais-Orgel auch französisch spricht. Die französischen Klangfarben wusste er überzeugend einzusetzen, unter anderem beim „Recit de Chalumeau”, bei dem das Register der „Schalmey” (statt des eigentlich geforderten Krummhorns) effektvoll zum Einsatz kam. Später im Programm erklang der Pfingsthymnus „Veni Creator Spiritus” ein weiteres Mal, nämlich in der Komposition des Oberpfälzers Eberhard Kraus; dessen „Hymnus in sechs Versen” bewegt sich in Zwölftontechnik um den Choral „Komm, heilger Geist” herum. Das sehr unkonventionell angelegte Stück wurde durch die Verbindung zum Choral dennoch verständlich.
Sowohl auf die Orgelgeschichte von St. Georg als auch auf das zurückliegende Osterfest bezog sich Merl mit den vier Versen über „Christ ist erstanden” aus dem Buxheimer Orgelbuch. In diesem Stil ist Musik von der damaligen Schwalbennestorgel im 15. Jahrhundert erklungen.
Das „Magnificat primi toni” von Dietrich Buxtehude musizierte Merl frei und fantasievoll als rauschenden Lobgesang, und in der „Fantasia” über „Freu dich sehr, o meine Seele” von Joh. Ludwig Krebs und dem Choralvorspiel zu „Schmücke dich, o liebe Seele” von J. S. Bach ließ er meisterlich die klangschönen Solostimmen der Orgel aufscheinen.
Bachs „Fantasie und Fuge g-Moll” (BWV 542) gestaltete Merl die Fantasie mit kräftigen Registern, die dem dramatischen Affekt Ausdruck verliehen. In der Fuge kehrte dann quasi göttliche Ordnung ein, die durch liebliche Flötenregister vermittelt wurde.
Andreas Merls freie Improvisation über das Himmelfahrtslied „Ihr Christen, hoch erfreuet euch, der Herr fährt auf zu seinem Reich” bildete den krönenden Abschluss des fulminanten Konzerts, der mit einem breit angelegten Freudengesang ausklang.
Bericht und Foto: Peter Ringeisen - onetz
22 Kinder feiern Erstkommunion in St. Georg Amberg

Die Erstkommunionkinder von St. Georg Amberg am Hochaltar mit Stadtpfarrer Markus Brunner (rechts), Kaplan Johannes Spindler und Gemeindereferentin Gabriele Papp (links).
In der Stadtpfarrei St. Georg feierten am Sonntag, 10. Mai, 22 Mädchen und Jungen bei bestem Frühlingswetter ihre Erstkommunion. Mit dem diesjährigen Motto „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“ zogen die in liturgische Gewänder gekleideten Kinder feierlich in die festlich geschmückte Pfarrkirche am Malteserplatz ein, in der schon Eltern, Geschwister und Angehörige auf die Erstkommunikanten warteten. Die Kinder hatten sich lange und gut auf diesen besonderen Tag vorbereitet: durch den Religionsunterricht in der Schule, den gemeinsamen Besuch von Gottesdiensten, anhand von Aktionen in der Pfarrgemeinde und in den Tischgruppen.
Schmuckstück im Bistum - Ein altniederländisches Tafelbild in St. Georg in Amberg