Katholische Pfarrei
St. Georg
Pfarrwallfahrt St. Georg auf dem heiligen Berg der Franken

Die Reisegruppe beim Freialtar der Wallfahrtskirche Kreuzberg
In die nördlichste Region Bayerns, in die Hohe Rhön, führte die diesjährige Pfarrwallfahrt der Pfarrei St. Georg Amberg. Mit dabei war auch das gesamte Seelsorger-Team mit Stadtpfarrer Markus Brunner, Kaplan Klaus Schürlein und Gemeindereferentin Gabriele Papp, die zusammen mit vielen Pfarrangehörigen und Gästen einen erlebnisreichen am Kreuzberg und der Kurstadt Bad Kissingen verlebten. Die Reise führte zuerst zum Wallfahrtsort Kreuzberg, dem „Heiligen Berg der Franken”. Nach Gebeten und Reisesegen informierte bei der Anreise der Stadtpfarrer und die Gemeindereferentin über die Geschichte des Kreuzberg, die Entstehung des Franziskanerklosters und die Wallfahrtskirche. Der Kreuzberg in der Rhön ist seit Gründung des Franziskanerklosters 1677 ein Ort der Spiritualität und Pilgerschaft. Die hauseigene Brauerei des Klosters prägt seit 1731 das Bild des Kreuzberg und ist für ihre gute Qualität ihrer Produkte bekannt. Die Brüder des Franziskanerordens betreuen die Wallfahrtskirche und organisieren die Wallfahrtsseelsorge sowie die Gottesdienste auf dem Kreuzberg. Vor allem im Spätsommer und Frühherbst finden bis zu 80 Wallfahrten statt. Das Besondere, das Kloster wurde im Jahre 1803 im Zuge der Säkularisation in Bayern nicht aufgelöst, es wurden nur die Wallfahrten verboten. In der Klosterkirche, einer typisch franziskanischen Anlage in der Tradition der Bettelordenskirchen (ohne Turm), feierten die Reisegruppe in Konzelebration mit Stadtpfarrer Markus Brunner und Kaplan Klaus Schürlein die Heilige Messe, ehe Einkehr zum Mittagessen in der Klostergaststätte erfolgte. Bis zur Weiterfahrt nach Bad Kissingen konnte man noch die Landschaft im von der UNESCO ausgewiesenen Biosphärenreservat Rhön genießen, einige gingen noch die steilen Treppen zu der Golgotha-Gruppe, eine Darstellung der Kreuzigung Jesu. Bei der leider verregneten Führung durch die Altstadt und den Kurgarten in Bad Kissingen beeindruckte die historischen Gebäude mit eleganten Pavillons, prachtvollen Springbrunnen und promenadenartigen Anlagen und der weitläufige Kurpark. Das bayerische Staatsbad gehört zum UNESCO-Welterbe und ist als Mineral- und Moorheilbad bekannt. Mineral- und Salzablagerungen des Zechensteinmeers bilden die Grundlage für die Mineralquellen, die ursprünglich zur Salzgewinnung genutzt wurden, dienen auch für therapeutische Zwecke. Die freie Zeit wurde genutzt für einen Spaziergang im Kurpark oder bei einer Einkehr zur einer Kaffee-Pause, ehe es mit vielen Eindrücken und Erlebnissen dieser „Pilgerreise” wieder zurück nach Amberg ging.
Bericht und Foto: Georg Müllner
Verstärkung im Pfarrteam von St. Georg Amberg

Angehender Priester Christoph Diehl; Stadtpfarrer Markus Brunner und Kaplan Klaus Schülein vor dem Hochaltar in St. Georg Amberg (v. links)
Anfang September hat das Pfarrteam von St. Georg Amberg deutliche Verstärkung bekommen: Mit Kaplan Klaus Schülein und dem angehenden Diakon Christoph Diehl hat Stadtpfarrer Markus Brunner jetzt zwei engagierte Seelsorger an seiner Seite, die ihn bei der Arbeit unterstützen werden. Kaplan Schülein wurde 1994 in Bad Reichenhall geboren. Er wuchs in Inzell, Mühldorf am Inn und in seiner Heimatpfarrei St. Nikolaus in Übersee am Chiemsee auf. Nach dem Abitur im Jahr 2015 und einigen erfahrungsreichen pastoralen Zwischenstationen machte er seinen Abschluss zum Magister Theologiae 2022 und trat ins Priesterseminar Regensburg ein. Sein Ganzjahrespraktikum absolvierte er dort in der Pfarrei Heiliger Geist. Im September 2025 begann sein Pastoralkurs in der Pfarreiengemeinschaft Wald und Zell im Landkreis Cham, wo er dann am 6. Dezember die Diakonenweihe empfing. Am 27. Juni 2026 wurde er in Regensburg durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Priester geweiht. Am 1. September trat er nun in Amberg seine erste Kaplanstelle an. Christoph Diehl ist 37 Jahre alt und studierte Theologie im Rahmen der dualen Priesterausbildung (d. h. Wechsel von Theologiestudium und Einsatz in einer Pfarrei). Geboren und aufgewachsen ist er in Weiden. Wie Kaplan Schülein war er viele Jahre Ministrant und engagierte sich in der Jugendarbeit seiner Heimatpfarrei St. Elisabeth in Weiden. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung im Rettungsdienst und übte diesen Beruf 12 Jahre lang in Weiden und Regensburg aus. Auch studierte er neben seiner Berufstätigkeit Medizinpädagogik und Schulmanagement. Im September 2026 wurde er in den Pastoralkurs aufgenommen, in dessen Verlauf die Diakonenweihe eingebettet ist und am Ende die Priesterweihe im Juni 2027 steht. Sowohl Kaplan Klaus Schülein als auch der angehende Diakon Christoph Diehl freuen sich auf gemeinsame Gottesdienste, viele Gespräche und zahlreiche andere Unternehmungen in der Pfarreiengemeinschaft St. Georg-Amberg und St. Barbara-Luitpoldhöhe.
Foto: Sabine Weiß - Bericht: Stephan Weiß
Silbrig-strahlend und virtuos: Orgelkonzert mit Stefan Schmidt

Prof. Stefan Schmidt spielte ein begeisterndes Konzert auf der Klais-Orgel in St. Georg, mit Werken, die um J. S. Bach kreisten. (Bild: Peter Ringeisen)
Das fünfte Konzert zur Vorstellung der neuen Klais-Orgel in der Pfarrkirche St. Georg in Amberg wurde von Domorganist Professor Stefan Schmidt gespielt. Schmidt ist ein international gefragter Interpret und Improvisator, der seit 2005 als Organist am Würzburger Dom wirkt. Aktuell vertritt er außerdem die Professur für künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik in Würzburg. Schon das Motto des Konzerts zeigte, wie gut durchdacht das Programm war: „J. S. Bach und seine Zukunft: Inspiration, Modifikation, Transkription, Improvisation, Interpretation“.
Von Bachs Namen inspiriert - den vier Buchstaben, die zugleich Tonnamen darstellen - begann das Konzert mit „Hommage à J. S. Bach“ von Zsolt Gárdonyi. Neben der Tonfolge B - A - C - H verwendete der Komponist Motive aus Bach-Werken, die er in freier Tonalität meditativ gestaltete. Auch Robert Schumann bezog sich auf den Namen Bachs, um eine klassische Fuge in ein romantisches Klanggewand zu kleiden. Modifiziert und transkribiert waren weitere Werke, so das von Max Reger umgeschriebene „Präludium und Fuge b-Moll“ aus dem „Wohltemperierten Clavier I“; in Regers romantischen Klangfarben tönte es wie neu. Interessante Blicke auf Bach aus französischer Sicht zeigten die „Sicilienne“, bearbeitet von Louis Vierne, und der „Marsch der Nachtwächter“ von Charles-Marie Widor. Dieser Marsch benutzt als Basis das Choralvorspiel „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von J. S. Bach und erweitert mit einem Augenzwinkern den Choral ins Orchestrale.
Das unbeschwert jubelnde „Praeludium und Fuge G-Dur“ und das sehr anspruchsvolle Werk „Toccata, Adagio und Fuge in C-Dur“ von J. S. Bach bildeten Höhepunkte in der Programmfolge. Schmidts Interpretation legte Wert auf Klarheit in der Stimmführung und konzentrierte Intensität. Bemerkenswert war die freie Gestaltung von einstimmigen Passagen, wie etwa beim virtuosen Pedalsolo. Diese Werke waren in silbrig-strahlendem Barockklang registriert, mit dem die Klais-Orgel den Kirchenraum füllte.
Bei seiner Improvisation wählte Schmidt Motive aus der berühmten „Toccata und Fuge in d-Moll“ und führte das Konzert zu einem klangmächtigen Abschluss, bei dem alle feinsinnigen Gestaltungsmöglichkeiten der Orgel ausgeschöpft wurden. Das rund einstündige Konzert wurde von den zahlreichen Zuhörern in St. Georg mit lang anhaltendem Applaus bedacht.
St. Georg Amberg verabschiedet Kaplan Johannes Spindler
Die Pfarrei St. Georg in Amberg verabschiedet am Sonntag, 26. Juli, Kaplan Johannes Spindler mit einem festlichen Gottesdienst. Emotionale Momente und musikalische Highlights prägen die Zeremonie, bevor der gemütliche Ausklang im Pfarrgarten folgt.

Er wird im September seine neue Pfarrstelle in Siegenburg–Niederumelsdorf–Train antreten. Kaplan Spindler war drei Jahre in St.-Georg tätig. Für die musikalische Gestaltung der Festmesse sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Dieter Müller mit der Messe in C-Dur von Anton Diabelli für Solo, Chor, Trompeten, Pauken, Streicher und Orgel.
Johannes Spindler spannte in seiner Predigt den Bogen über das feine Lied „Marmeladenglasmoment“ von Lukas Haunerland zu dem Lied „Momentensammler“ des bayerischen Musikers Werner Schmidbauer bis hin zu ausgesuchten, besonderen Bibelstellen. So bat Salomo Gott um ein hörendes Herz, damit er sein Volk regieren und das Gute vom Bösen unterscheiden kann. Die Menschen sammeln im Laufe des Lebens viele Marmeladenglasmomente, die für sie wichtig sind und die sie in ihrer Entwicklung und ihrer Persönlichkeit prägen.
Pfarrgemeinderatssprecher Michael Suttner überreichte Kaplan Spindler zum Ende des Gottesdienstes ein gemeinsames Geschenk im Namen aller Gremien und Verbände und bedankte sich für sein Wirken in der Pfarrei. Von den Ministranten erhielt er, angelehnt an seine Predigt „Marmeladenglasmomente“, eine Fotocollage, die ihn an den „Momentensammler“ erinnern soll. Stadtpfarrer Markus Brunner schenkte ihm zur Erinnerung eine Nachbildung des Altarbildes von St.-Barbara/Luitpoldhöhe, auf der die Heiligen der Pfarrei abgebildet sind.
Nach der Festmesse und den Gruppenaufnahmen ging es weiter mit dem weltlichen Teil im schattigen Pfarrgarten der Georgskirche. Bei Speis und Trank sowie vielen persönlichen Gesprächen mit Kaplan Spindler fand die Verabschiedung einen gemütlichen Ausklang. Pfarrer Brunner wünschte ihm vor allem Gottes Segen und alles Gute für sein Wirken als Pfarrer in seiner neuen Gemeinde. Johannes Spindler bleibt St.-Georg noch bis Mitte August als Urlaubsvertretung erhalten.
Bericht und Foto: Stephan Weiß
Ministranten von St. Georg entzünden Johannisfeuer

Das Johannisfeuer der Ministranten von St. Georg Amberg
Das Hochfest der Geburt des heiligen Johannes, der 24. Juni, steht im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt im Jahr, ab dem die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden. Seit alters her ist es Brauch, diese Sommersonnwende durch das Johannisfeuer hervorzuheben. Wie auch in den vorigen Jahren gedachten die Ministranten von St. Georg Amberg bereits am Freitag, 19. Juni, mit dem Entzünden des traditionellen Johannisfeuers des Namenstags des heiligen Johannes des Täufers. So fanden sich auch am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Pfarrangehörige und Besucher auf der Wiese hinter dem Sportplatz der Staatlichen Realschule in der Fuggerstraße zu einem gemütlichen Abend bei besten Wetterbedingungen ein. Die Leiterrunde der Ministranten mit ihren zahlreichen Helfern hatte die Feier wie immer gut organisiert. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz – es gab verschiedene Getränke und Bratwurstsemmeln.
.... ist hier vorbereitet
..und wird nach Einbruch der Dunkelheit gesegnet

.....und entfacht
Das Hochfest der Geburt des heiligen Johannes, der 24. Juni, steht im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt im Jahr, ab dem die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden. Seit alters her ist es Brauch, diese Sommersonnwende durch das Johannisfeuer hervorzuheben. Wie auch in den vorigen Jahren gedachten die Ministranten von St. Georg Amberg bereits am Freitag, 19. Juni, mit dem Entzünden des traditionellen Johannisfeuers des Namenstags des heiligen Johannes des Täufers. So fanden sich auch am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Pfarrangehörige und Besucher auf der Wiese hinter dem Sportplatz der Staatlichen Realschule in der Fuggerstraße zu einem gemütlichen Abend bei besten Wetterbedingungen ein. Die Leiterrunde der Ministranten mit ihren zahlreichen Helfern hatte die Feier wie immer gut organisiert. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz – es gab verschiedene Getränke und Bratwurstsemmeln.
Zum Einbruch der Dunkelheit wurde das Johannisfeuer durch Kaplan Johannes Spindler feierlich gesegnet. Die Kinder aus der Pfarrei sprachen vorher noch die Fürbitten und im Anschluss an den Segen durften sie das Johannisfeuer mit ihren Fackeln entzünden. Das eigens aufgebaute Schlechtwetterzelt wurde im Gegensatz zum Vorjahr als Regenschutz nicht benötigt. Für den „Fall der Fälle“ stand auch ein Löschfahrzeug der Amberger Feuerwehr bereit, das glücklicherweise nicht zum Einsatz kommen musste. Kaplan Spindler bedankte sich nicht nur bei der Leiterrunde der Ministranten von St. Georg für die Ausrichtung des Johannisfeuers, sondern auch bei den anwesenden Feuerwehrleuten für ihre Bereitschaft, bei Bedarf Hilfe zu leisten.
Bericht und Fotos: Stephan Weiß